Diese teils bereits 2015 und früher fertiggestellten Stücke markieren den momentanen Status quo bei Gitarristin/Sängerin Carley Wolf Trommler/Sänger Jonny Wolf, wobei sich an der bisher bekannten Stilistik des Duos wenig geändert hat. Im Schnitt knapp dreiminütige Stücke bieten die beiden Buddies von BP Fallon und bezeichnen das Ganze als Depri-Blues (Tautologie?), was etwas zu kurz gegriffen erscheint.
Immerhin machen THE GHOST WOLVES einigen Radau inklusive für Steinzeit-Rock typisch gemischgeschlechtlichem Gesang - sie die Göre, er der nölige Anti-Frontmann -, der Einflüsse von THE CRAMPS genauso wenig verhehlen kann wie jene der RAMONES. Daraus ergibt sich ein programmatischer NYC-Sound, wobei THE GHOST WOLVES gar nicht aus dem Osten der USA, sondern aus Austin in Texas stammen.
Verblüffenderweise enthält "Texas Platinum" seinem Titel getreue nahezu keinen Hänger, aber hervor stechen die etwas längere und deshalb differenziertere Single 'I Got Money', die verboten gut groovt und der schwerfällig stampfende Fuzzer 'Whettin' My Knife' mit seiner hypnotischen Anmutung. Im Grunde betreibt das Duo alllerdings keine kompositorische oder ideelle Wissenschaft: Texte aus dem dirty Alltag, und die Musik effektiv ohne Umschweife auf die Zwölf. Kann man immer mal wieder im heimischen Player gebrauchen, das.
FAZIT: Straight outta garage.
Punkte: 12/15Erschienen auf www.musikreviews.de am 16.04.2017
Hound Gawd / Broken Silence
33:45
21.04.2017