Thorsten Rock (*facepalm* - oder heißt dieser Mann wirklich so mit Nachnamen?) ist quasi ganz im Alleingang THE LEGENDARY, auch wenn dahinter ein Quartett aus München steckt. Für eine junge Combo (2014 entstanden), rocken die Herren erstaunlich entspannt - der selbstherrliche Bandname ist dennoch in keiner Weise angemessen -, was aber nicht von ungefähr kommt, weil sie und insbesondere ihr Frontmann auf eine langjährige Karriere in der Musikszene zurückblicken.
Nicht dass wir auflisten könnten, wo die Mitglieder konkret ihre musikalischen Sporen verdient haben, doch vertrauen wir ihren eigenen Aussagen einfach einmal und halten sie wirklich für jene abgeklärten Zocker, zu denen sie sich auf "Let's Get A Little High" gerieren …
Verschrieben haben sie sich einer relativ aktualitätsbezogenen Lesart von Hard 'n' Heavy, was so viel heißt wie: THE LEGENDARY überführen die Tugenden einer Blues-beeinflussten Gitarrenriege von AC/DC bis ZZ TOP in vor allem produktionstechnisch härtere Gefilde und betreiben rein inhaltlich ebenso wenig Wissenschaft wie kompositorisch. Ihre groovenden Songs zwischen Stoner (Titelstück, 'Sazerac Woman') und Quasi-Melodic-Metal ('The Path', 'The Dirt) kommen direkt auf den Punkt, gleichwohl es speziell im Klampfen-Bereich einiges zum Hinhören gibt.
Der Uptempo-Track 'Half A Devil' ist mit seinen swingenden Rockabilly-Anwandlungen neben der Halbballade 'Tomorrow' das ausgewiesene Highlight der Platte.
FAZIT: No experiments, fun to the max - THE LEGENDARY zocken erfreulich unaufgeregten Hardrock mit Bedacht, was Songwriting im ursprünglichen Sinn angeht (das Ganze funktioniert gewiss auch vorm Lagerfeuer), und verzeichnen auf diesem Album praktisch keinen Hänger, allerdings auch genauso wenig reißerisches Hit-Material. Eine Scheibe zum Nebenbeihören? <img src="http://vg01.met.vgwort.de/na/ed11d76384944cdfbcd91b78ae93008b" width="1" height="1" alt="">
Punkte: 9/15Erschienen auf www.musikreviews.de am 19.05.2017
My Redemption / Cargo
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19.05.2017