Dieser Nashville-Dreier hat sich im Studio durch zahlreiche Gastmusiker verstärkt, die diverse Tasteninstrumente, Waschbretter, Sitar und andere Klangerzeuger bedienen. Heraus kam ein opulentes Roots-Rock-Album, das sich zu gleichen Teilen aus dem Klang des US-amerikanischen Südens und verruchten Briten wie den frühen ROLLING STONES speist.
Hinzu kommen Funk- und Soul-Anteile (Titelstück), Sixties-Pop ('Sha La Loo Ya') und beinahe garagiges Poltern ('New Religion'), doch gemein ist allen Stücken von THEM VIBES eine hohe Qualität in allen handwerklichen Belangen. Der renommierte Bobby Holland hat "Electric Fever" zu einem passend dynamisch warmem Klang verholfen, während die Arrangeure ganze Arbeit leisteten, um das keineswegs dreckige Dutzend möglichst abwechslungsreich zu gestalten.
So klingt alles wie aus einem sprichwörtlichen Guss, ohne dass man den Eindruck gewänne, hier spule nur jemand ab, was er einfach verflixt gut draufhat. Eine Ballade wie 'Waiting On The Gold' geht dann auch richtig ans Herz, und 'Comin Down on You' lädt umgekehrt zum Tanzen ein. So muss das.
FAZIT: Edler Stoff aus der musikalischen Hochburg der Vereinigten Staaten - THEM VIBES versprühen jene Vibes auch, die ihr Name verspricht, und adeln sich mit "Electric Fever" als echte Wurzelexperten.
Punkte: 11/15Erschienen auf www.musikreviews.de am 17.06.2017
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02.06.2017