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Tracker: Rule Of Three

Stil: Stoner Rock

Cover: Tracker: Rule Of Three

KYUSS, UNIDA, SLO-BURN … Vor allem diese drei Namen kommen in den Sinn, wenn man den Wüstenrock von TRACKER hört, gleichwohl ihr Sänger nicht über das Charisma von John Garcia verfügt. Die Band lässt dennoch auf akustische Weise die Seele baumeln und flicht obendrein ein nicht gerings Maß an Psychedelic Rock ein, wie ihn die ganz frühen PINK FLOYD spielten.

Dementsprechend eigenwillig mutet der Sound von "Rule Of Three" an, obwohl die Grundzutaten für sich genommen vertraut sind. Hinzu kommt das gute Gespür der Gruppe für griffige Songs, mit deren elf Das Album satt zu Buche schlägt. TRACKER machen nicht viel Aufhebens um sich selbst, sondern konzentrieren sich auf eine solide kompositorische Basis, ohne jetzt gleich die Mega-Hits abzuliefern.

Verzerrte Slide-Sounds ('Pecadillo') gehen den Österreichern ebenso leicht von der Hand wie gediegene Dissonanzen, die unzweideutig von der US-Noise-Rock-Szene beeinflusst wurden. Ungleich lockerer, fast poppig strahlend kommt 'Berenice 2nd' daher, wohingegen 'A Loose Personification of Time' zum Schluss und mittig platziert 'Recalibrate' die längeren Epen der Scheibe markieren.

Gemein ist allen Songs eine verhältnismäßig kompakte Anlage, vor deren Hintergrund es TRACKER schaffen, durchgängig bei der Stange zu halten, also in spielerischer wie emotionaler Hinsicht das Interesse ihrer Hörer zu bewahren.

FAZIT: Grundsolider Wüstenrock von dorther, wo die Sonne eher selten auf den Sand brutzelt.

Punkte: 10/15

Erschienen auf www.musikreviews.de am 07.07.2017

Tracklist

  1. Electrosmog
  2. Pecadillo
  3. Hitting a Wall
  4. Berenice 2nd
  5. Carlo's Guilty Pleasure
  6. Recalibrate
  7. I Work at the Fuzz Factory
  8. Easy Friends
  9. Everything Under Control
  10. Veins Out
  11. A Loose Personification of Time

Besetzung

Sonstiges

  • Label

    Noise Appeal

  • Spieldauer

    67:58

  • Erscheinungsdatum

    07.07.2017

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