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Arch Enemy: Covered In Blood

Stil: Melodic Death Metal

Cover: Arch Enemy: Covered In Blood

Offensichtlich möchten ARCH ENEMY auch zum Jahreswechsel 2018/19 unbedingt im Gespräch bleiben, und was bietet sich da während der Leerlauftage eher an, als eine Compilation. Im Fall von "Covered In Blood" handelt es sich - natürlich - um eine Sammlung von Coverversionen, die teilweise schon von anderen Veröffentlichungen (Sondereditionen, asiatischen Pressungen) bekannt bzw. schwer erhältlich sind. Fremdinterpretationen waren bei dieser Band immer schon ein strittiger Fall, und dieses Ding bildet dahingehend keine Ausnahme.

Die "Vertödlichung" von Pop-Klassikern wie 'Shout' von Tears For Fears (mit hintergründiger Synthesizerspur und melodischen Vocals, die von Alissa White-Gluz' Geschrei übertönt werden) oder Mike Oldfields 'Shadow On The Wall' (wie schlecht die Frontfrau singen kann, hört man hier besonders deutlich) steht ARCH ENEMY ebenso wenig wie epischer bzw. melodischer Metal, wofür man sich nur Manowars 'Kill With Power' (mit einer übermotivierten Angela Gossow) oder die Queensryche-Vergewaltigung 'Walk In The Shadows' zu Gemüte zu führen braucht.

Die Pretty-Maids-Walze 'Back To Back', das thrashige Europe-Gespann aus 'Scream Of Anger' (mit Ur-Sänger Johan Liiva) und 'Wings Of Tomorrow' oder der Dream-Evil-Langweiler 'The Book Of Heavy Metal' (eine Auftragsarbeit für Century Media von 2007) wurden den typischen ARCH-ENEMY-Stil stimmig angeglichen. Sterbensöde hingegen : die zigsten Aufgüsse von 'Breaking The Law' (Judas Priest; später leidet deren 'Starbreaker', wieder mit Liiva, unter einem dünnen Sound)

Das Interessanteste an "Uncovered" sind zweifelsohne die vielen Old-School-Hard- und Grindcore-Nummern, mit denen Michael Amott seinen frühsten Einflüssen Rechnung trägt. Die kurzen Eruptionen 'Nitad' (Moderat Likvidation), 'When The Innocent Die' (Anti-Cimex) sowie gleich vier Tracks von Skitslickers aus Göteborg und die Hymnen 'City Baby Attacked By Rats'bzw. 'Warning' (G.B.H.,Discharge ) bilden den unterhaltsamen Mittelteil der Platte, die man im Übrigen nicht als reine Geldschneiderei bezeichnen darf, wenn man sich die üppige Spielzeit und Liner Notes des Bandkopfes im Booklet vor Augen führt.

'The Zoo' von den Scorpions wurde unterdessen bereits von Bruce Dickinson mit ultimativem Anspruch gecovert, Angela Gossow klingt in Megadeths 'Symphony Of Destruction' wie ein albernes Krümelmonster, und 'Incarnated Solvent Abuse' war angesichts von Amotts einstweiliger Mitgliedschaft bei Carcass wohl die nächstliegende Wahl überhaupt.

FAZIT: "Uncovered" ist eine umfangreiche Zusammenstellung von Coverversionen, mit der sich ARCH ENEMY ausschließlich an ihre Fans richten. Das Material wurde stets ordentlich nachgespielt, die Auslegung lässt aber von Fall zu Fall gerade in puncto Gesang zu wünschen übrig. <img src="http://vg06.met.vgwort.de/na/35e4274eb74b4c2f9f20ae9854c5fc1e" width="1" height="1" alt="">

Erschienen auf www.musikreviews.de am 17.01.2019

Tracklist

  1. Shout
  2. Back To Back
  3. Shadow On The Wall
  4. Breaking The Law
  5. Nitad
  6. When The Innocent Die
  7. Warsystem
  8. Armed Revolution
  9. Spräckta Snutskallar
  10. The Leader (Of the Fuckin' Assholes)
  11. City Baby Attacked By Rats
  12. Warning
  13. The Zoo
  14. Wings Of Tomorrow
  15. The Oath
  16. The Book Of Heavy Metal
  17. Walk In The Shadows
  18. Incarnated Solvent Abuse
  19. Kill With Power
  20. Symphony Of Destruction
  21. Aces High
  22. Scream Of Anger
  23. Starbreaker
  24. The Ides Of March

Besetzung

Sonstiges

  • Label

    Century Media / Sony

  • Spieldauer

    70:50

  • Erscheinungsdatum

    18.01.2019

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