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The Ossuary: Southern Funeral

Stil: Stoner Rock

Cover: The Ossuary: Southern Funeral

Mittlerweile braucht anscheinend jedes Label seine Vintage-Rock-Kapelle, und Supreme Chaos sind beim Suchen in - wo sonst? - Italien fündig geworden. Dort existierten seit kurzer Zeit unter vielen austauschbaren Combos im Stoner- und Doom-Milieu auch THE OSSUARY, die ihre Musik "old skull metal" nennen und doch nicht viel anders machen als die unüberschaubare Zahl ihrer Landsleute - vom Ausland ganz zu schweigen.

Wie dem auch sei, "Southern Funeral" ist das zweite Album der Gruppe, die nicht aus völlig unbeleckten Musikern besteht, sondern genaugenommen zu zwei Vierteln Mitgliedern der Todesmetaller Natron ein neues Betätigungsfeld bietet. THE OSSUARY sind aber in keiner Weise extrem, sondern verschränken die alte Black-Sabbath-Leere mit ein paar naheliegenden Kiffer-Parts mit oberflächlich verarbeiteten Blues-Einflüssen (die ewig gleichen Pentatonik-Motive), die man am liebsten skippen würde, und umso erfreulicheren Proto-Metal-Gesten, bei deren Hören die britischen Acts der frühen 1980er in den Sinn kommen.

Abgedroschener als manche musikalische Wendung wie gleich im eröffnenden 'Sepulchral Haze', dessen Melodien schon zigmal in ähnlicher Form woanders aufgetaucht sind, und die generell "okkulte" Aura, mit der sich THE OSSUARY umnebeln möchten, geht's eigentlich gar nicht. Die Songs des Albums geben als solche nichts zu beanstanden, sind bisweilen aber arg vorhersehbar, allen voran das tranige 'Belphegor', dem jegliche halbwegs pfiffige Idee abgeht, und 'Sleep Demon'. Dass das Quartett manchmal auf den harten Musikbetrieb in den US-Südstaaten schielen, führt zudem zu arg aufgesetzt anmutenden Schoten wie 'Eternal Pyre'.

Als verhältnismäßiges Highlight nennen wir das charmant swingende 'Sleep Demon' und belassen es dabei …

FAZIT: THE OSSUARY sind eine weitere retrospektiv ausgerichtete Rockband mit Doom-Metal-Tendenzen, hinlänglich bekannter Ästhetik und prinzipiell allen für eine internationale Karriere notwendigen Qualitäten - außer Originalität. Dieses zweite Album der Italiener läuft in Ermanglung irgendwelcher neuer Ideen in ein Ohr rein und gleich wieder aus dem anderen hinaus. <img src="http://vg09.met.vgwort.de/na/e8b8722263f2498394146fdbf284101d" width="1" height="1" alt="">

Punkte: 8/15

Erschienen auf www.musikreviews.de am 02.03.2019

Tracklist

  1. Walk Into Sepulchral Haze
  2. Maze Of No Return
  3. Belphegor
  4. Southern Funeral
  5. Eternal Pyre
  6. Sleep Demon
  7. Under The Spell
  8. Shadow Of Plague

Besetzung

Sonstiges

  • Label

    Supreme Chaos

  • Spieldauer

    45:22

  • Erscheinungsdatum

    01.02.2019

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