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Different Light: Binary Suns (Part 1 – Operant Condition)

Stil: Melodic Neo-Progressive-Rock

Cover: Different Light: Binary Suns (Part 1 – Operant Condition)

1994 in Malta von Trevor Tabone gegründet, wurden DIFFERENT LIGHT 1999 auf Eis gelegt und 2008 in Tschechien wiederbelebt. Dorthin hatte es den Malteser Musiker verschlagen, der fortan mit tschechischen Kollegen seine Band am Laufen hielt. Was Chefredakteur Thoralf Koß <a href="http://www.musikreviews.de/reviews/2016/Different-Light/The-Burden-Of-Paradise/" rel="nofollow">HIER</a> ausnehmend gut gefiel. Die Veröffentlichung von „Burden Of Paradise“ liegt mittlerweile vier Jahre zurück, jetzt tritt der – scheinbar als Fortsetzungswerk geplante – Nachfolger „Binary Suns (Part 1 – Operant Condition)“ ans Licht der Öffentlichkeit.

Erneut spielen DIFFERENT LIGHT wieder großformatigen Neoprog der hochmelodischen Art. Musik für harmoniebedürftige Schöngeister mit einer Vorliebe für sehr präsentes Klavierspiel. Denn das perlende Piano prägt das Album mit seinen blumigen Melodien enorm. Wobei sich die Gitarren ebenfalls nicht lumpen lassen und hymnisch weite Kreise ziehen. Bass, Drums und weitere Tasteninstrumente sorgen für einen vollen Sound. Das ist eher ausladend als hochkomplex und immer gefühlig, selbst wenn das Tempo schnittig angezogen wird. Gesanglich macht Tabone mit seiner klaren Stimme eine gute Figur, die herzallerliebst noch dazugewinnt, wenn Lucy Lux für weibliche Begleitung sorgt.

Das ist alles fast zu schön und wahr zu sein, und steht in seiner optimistischen Leuchtkraft fast diametral zu den nachdenklich-schwülstigen Texten, die um Sinnfindung, Sehnsucht nach Gemeinsamkeit, Konditionierung und wütende Trennungsphantasien kreisen. Binär oder nicht binär, das ist hier die Frage.

FAZIT: Musikalisch himmelhochjauchzend, lyrisch beinahe zu Tode betrübt – in diesem Spannungsfeld kreieren DIFFERENT LIGHT ihre Vision von himmlischem, hochmelodischem Wohlklang. Das ähnelt vom Gestus (und mannigfachen Klaviereinsatz), nicht der Musik, den großen Epen SUPERTRAMPs und in Anbetracht manch schwelgerischen Chorusses fühlt man sich an den Artpop des ELECTRIC LIGHT ORCHESTRAs erinnert (oder an BARCLAY JAMES HARVEST, wenn man die Messlatte etwas niedriger hängt). Musikalisches Zuckerwasser. Der leckeren Art.

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Punkte: 11/15

Erschienen auf www.musikreviews.de am 20.04.2020

Tracklist

  1. Amphibians
  2. i. Water
  3. ii. Land
  4. iii. Sky
  5. iv. The Message
  6. Faith
  7. Spectres And Permanent Apparations
  8. i. Ataraxia
  9. ii. Two Shadows
  10. iii. Small Mercies
  11. iv. Hand of Providence
  12. v. BarBrera
  13. vi. Synestesia
  14. vii. Midas Gold
  15. The Answer
  16. Two Faces
  17. On The Borderline
  18. i. Talking to Strangers
  19. ii. Seduction
  20. iii. Obsession
  21. iv. Vindication
  22. v. Demonic
  23. vi. Now Just Go Away

Besetzung

  • Bass

    Jirka Matousek

  • Gesang

    Trevor Tabone, Lucy Lux, Petr Lux

  • Gitarre

    Petr Lux

  • Keys

    Trevor Tabone

  • Schlagzeug

    David Filak

Sonstiges

  • Label

    Progressive Gears/Just For Kicks

  • Spieldauer

    56:43

  • Erscheinungsdatum

    06.03.2020

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