„Turn Of The Wheel“ ist das siebte Studioalbum der STEEPWATER BAND, gleichzeitig erschienen mit <a href="http://www.musikreviews.de/reviews/2020/Jeff-Massey/From-The-Highway-To-The-Show/" rel="nofollow">dem Solo-Album ihres Frontmannes Jeff Massey</a>. Das elfteilige neue Werk fügt sich, was seine Qualität betrifft, relativ nahtlos und unauffällig in die Diskografie der Truppe aus Chicago ein. Und doch: Dass Massey „Turn Of The Wheel“ als das bisher beste TSB-Album bezeichnet, ist nicht ganz abwegig.
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Jedenfalls ist seine Feststellung nicht allein dem Marketing-Zwang geschuldet, denn das neue Werk rockt rauer und direkter als <a href="http://www.musikreviews.de/reviews/2016/The-Steepwater-Band/Shake-Your-Faith/" rel="nofollow">sein 2016 erschienener Vorgänger „Shake Your Faith“</a> und liegt als Ganzes wieder näher beim wohl besten STEEPWATER-Album „Revelation Sunday“ von 2006. Dies verwundert allerdings nicht weiter: Beide wurden von Jim Winters eingespielt, dem Bruder des TSB-Schlagzeugers Joe Winters.
Das Herzstück von „Turn Of The Wheel“ – und zugleich der längste Song des Albums – ist „Big Pictures“. Die beiden Gitarren sorgen hier in den Gehörgängen für Dauerstress, aufgelockert durch zwei ausgedehnte Soli, beide zwar nicht sonderlich virtuos, freilich exakt zum grobkörnigen Charakter des Songs passend – besser jedenfalls als MASSEYS im Vergleich zum Instrumentalpart etwas gar liebliche Gesangsstimme.
Daneben gibt’s gradlinigen Uptempo-Rock („Trance“), mit „Make It Right“ eine Hommage an GRAND FUNK RAILROAD, ein stampfendes „Please The Believer“ und „In The Dust Behind“ ist die obligate Ballade (hierzu passt Masseys Tenor übrigens wiederum ausgezeichnet). Dann kommt, zum ersten Mal überhaupt auf einem STEEPWATER-Album, ein Saxophon zum Einsatz – käme, muss es bedauerlicherweise heißen, denn Terry "Sonny Lee" Tritts Solo wird in „That’s Not The Way“ mit einer völlig unmotivierten Sound-Kakophonie zugeschüttet. This is really not the way!
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FAZIT: Obwohl THE STEEPWATER BAND nach zwanzigjährigem Bestehen den erfahrenen und eingespielten Combos zuzurechnen ist, kommen beim Abspielen ihres neuen Albums trotz dessen Titel zum Glück keine unguten „Hamsterrad“-Gedanken auf. Einzigartiges ist auf „Turn Of The Wheel“ zwar nicht zu hören, solider und gut abgehangener Rock in bewährter STEEPWATER-Manier jedoch schon. Für Fans der Truppe aus Chicago ein Muss, für alle Andern zumindest ein Hineinhören wert.
Punkte: 10/15Erschienen auf www.musikreviews.de am 22.08.2020
Joe Bishop
Jeff Massey
Jeff Massey, Eric Saylors
Joe Winters
Chris Grove (Keyboards), Terry Tritt (Saxophon), Freddy Gonzales (Congas)
Diamond Day Records/Just For Kicks Music
47:21
24.04.2020