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All Good Things: A Hope In Hell

Stil: Modern Rock / Alternative Metal

Cover: All Good Things: A Hope In Hell

Dass ALL GOOD THINGS vom Start ihrer Karriere weg heiß gehandelt werden, lässt sich außerhalb der USA kaum nachvollziehen, denn bei der Formation handelt es sich um einen weiteren Nu-Rock-Act à la From Ashes to New oder Papa Roach mit geringem Wiedererkennungswert. Eines muss man der Band aber lassen: Sie klotzt und kleckert nicht, macht also für ihre Verhältnisse alles Zielgruppen-genau richtig.

Sowohl das positiv pathetische ´Hold On´ als auch ´For The Glory´, wofür ALL GOOD THINGS gleich die gesamte Belegschaft der Überflieger Hollywood Undead eingeladen haben, entpuppt sich als getragener Stadion-Pomp zum Schwenken von Feuerzeugen beziehungsweise eingeschalteten Mobiltelefonen. ´Sirens´ kommt mit balladenhaften Strophen und fettem, wenn auch passenderweise elegischem Refrain auf der Laut-leise-Schiene daher, wohingegen ´Do It Now´ mit Rapper Hyro The Hero sinfonischer Schwulst ist, wie er kaum massenwirksamer in Szene gesetzt worden sein könnte.

ALL GOOD THINGS agieren auf der rhythmischen Ebene leider selten so spritzig wie während ´Push Me Down´ oder im späten Highlight ´End Of The World´, haben aber mindestens mit ´Undefeated´ (eingängig bis zum Gehtnichtmehr) und ´The Comeback´, wo Escape-the-Fate-Frontmann Craig Mabbitt als Gast auftritt, zwei besonders Hit-verdächtige Nummern im Aufgebot, die deutlich machen, dass es der Gruppe um nichts anderes als das geht. Die Kompositionen verlaufen überwiegend dermaßen linear, dass man nach zwei Minuten absehen kann, wie sie letzten Endes ausklingen werden.

"A Hope In Hell" ist mit knapp einer Stunde Spielzeit einen Tick zu lang, wobei eindeutige Filler wie das prollige ´Machines´, der eigenartig nichtssagende Alternative-Rocker ´Lights Out´ und das gewollt dramatische ´Four Letter Words´ nicht hätten sein müssen.

FAZIT: Im Guten wie Schlechten leicht zugänglicher Nu Rock mit zig breitbeinigen Stampf-Hymnen der Marke ´Kingdom´ - ALL GOOD THINGS sind kein bisschen originell, sondern gießen mehr Wasser auf die Mühlen, die Papa Roach, Limp Bizkit und Co. am Sprudeln halten. <img src="http://vg04.met.vgwort.de/na/5d0b42107a074b6090804f07f2e9f9f6" width="1" height="1" alt="">

Punkte: 11/15

Erschienen auf www.musikreviews.de am 19.08.2021

Tracklist

  1. Kingdom
  2. Hold On
  3. For The Glory
  4. Sirens
  5. Do It Now
  6. Push Me Down
  7. Machines
  8. Undefeated
  9. Lights Out
  10. The Comeback
  11. Four Letter Words
  12. End Of The World
  13. A Hope In Hell

Besetzung

  • Bass

    Liz Hooper, Miles Franco

  • Gesang

    Liz Hooper, Dan Murphy, Andrew Bojanic, Miles Franco

  • Gitarre

    Dan Murphy, Andrew Bojanic, Miles Franco

  • Keys

    Liz Hooper

  • Schlagzeug

    Tim Spier

Sonstiges

  • Label

    Better Noise

  • Spieldauer

    58:09

  • Erscheinungsdatum

    20.08.2021

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