Ganz schön mutig, die FOXHOLES aus der Spanischen Metropole Barcelona. Neben der Tatsache, dass die Band sich daran versucht, die Progressive Rock Gemeinde in Spanischer und Englischer Sprache zu erreichen und zu begeistern, liefern Jonah A. Luke – (Gesang, Gitarren und Programming), Angel Millan (Schlagzeug, Percussion) und Max “Mojo” Moritz (Bass) auf „Foxholesque“ einen verspielten Genremix, der den Bogen vom Classic Rock über diverse Einflüsse der progressiven Spielart bis hin zum Krautrock schlägt.
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Mithin gibt es auf dem siebten Album der FOXHOLES seit 2006 das stete Wandeln zwischen musikalischen Welten zu bestaunen, deren Eckpfeiler Bands wie LED ZEPPELIN, URIAH HEEP und PINK FLOYD (höre: La Sed Que Yo Tengo) bilden, wobei auf dem neuesten Werk die rockigen Töne überwiegen und die gefürchtete, übertriebene progressive Verspieltheit in wohl definierten Grenzen gehalten wird, so dass trotz teilweise beachtlicher Titellaufzeiten der rote Faden der Kompositionen niemals verlorengeht.
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„Cruzada“ beginnt mit an JEAN MICHEL JARRE erinnerndem Intro, bevor die Spanier die Stromgitarren auspacken und in 70er Jahre Manier losrocken. Im weiteren Verlauf der Platte finden sich weitere Anleihen an große Vorreiter längst vergangener Rock Epochen, so dass sich das selbstgewählte Etikett „progressive“ als nicht wirklich passend herausstellt, da THE FOXHOLES eigentlich sehr viel rückwärtsgewandter sind, als sie sich selbst eingestehen wollen. An manchen Stellen der Scheibe blitzt die Genialität der Combo auf und hier stellt sich deshalb auch die Frage, warum die Band nicht mehr aus diesem Kapital macht und nicht mutiger eigene Wege geht.
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FAZIT: THE FOXHOLES müssen sich entscheiden, denn entweder muss ihre Musik dem eigene Anspruch folgend progressiver und innovativer werden, oder aber die Band sollte die sehr starken Ansätze in Richtung Classic Rock der 70er, die auf „Foxholesque“ zu hören sind, vehementer verfolgen. Dass mit „La Sed Que Yo Tengo“ der stärkste Titel des Albums bereits auf dem 2011er Werk „bRutal“ erschienen ist, verdeutlicht die Tatsache, dass die Band an einer Weggabelung ihrer Karriere steht.
Punkte: 10/15Erschienen auf www.musikreviews.de am 07.01.2021
Max “Mojo” Moritz
Jonah A. Luke
Jonah A. Luke
Maese 1001
Angel Millan
Maese 1001: Programming
DIY
39:27
04.09.2020