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Armin Sabol: Back in Blue

Stil: Blues Rock

Cover: Armin Sabol: Back in Blue

Er ist ein echter musikalischer Tausendsassa, dieser ARMIN SABOL, auch wenn seine größte Liebe dem Blues-Rock gilt. Und diese lebt er nun nach über einem halben Jahrhundert auch leidenschaftlich auf „Back In Blue“ aus.

Sabols musikalischer Werdegang begann bereits 1977 als Gründer der Hardrock-Band SHIVA, die sogar 1980 im Vorprogramm von WHITESNAKE auftraten.
Dann ein deutlicher Richtungswechsel mit PETER SCHILLING, dessen „Major Tom (Völlig losgelöst)“ ein NDW-Meilenstein wurde, um später als Studiomusiker in den unterschiedlichsten Sparten bis hin zur Werbe- und Filmmusik sein Können als Musiker und Komponist einzubringen. Das änderte aber keinesfalls etwas an der Tatsache, dass er sich mit Leib und Seele dem urwüchsigen Blues-Rock verschrieb. Und den lässt er nun voller Elan und Leidenschaft gut 40 Minuten lang auf „Back In Blue“ raus, wobei er nicht nur (s)ein richtig gutes Feeling an der Blues-Gitarre beweist, sondern auch die Keyboards, speziell eine retro-klangvolle Orgel, bearbeitet und mit seiner rauen, 'bluestypischen' Stimme am Mikro beeindruckt.

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Eine Vielzahl weiterer Studiomusiker unterstützen ihn auf seinem Blues-Rock-Album, um so rund um den mittlerweile 61-jährigen Musiker für ein fettes Blues-Inferno zu sorgen, wobei bereits der Album-Opener „Got Her In A Bag“ die bluesige Roots-Richtung, irgendwo zwischen JOHN LEE HOOKER, dessen großartigen Blues-Klassiker „Boom Boom“ Sabol ebenfalls auf seinem Album covert, sowie TEN YEARS AFTER plus THIN LIZZY und CREAM vorgibt. Und dass als sein absolutes Vorbild auf dieser Blues-Achterbahnfahrt zudem JIMI HENDRIX gilt, ist unüberhörbar – bestes Beispiel hierfür „One Trick Pony“.

Und diese Reise oder Ritt setzt sich bis zum Ende von „Back In Blue“ konsequent fort, wobei zugleich immer wieder härter rockende Töne angeschlagen werden und sich Sabols Stimme auch nicht für den einen oder anderen ausgelassenen Schrei zu schade ist, ohne je dabei zu übertreiben.

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Sollte man nach noch weiteren Wurzeln, aus denen der musikalische Stammbaum von ARMIN SABOL sprießt, suchen, dann wird man hinter seiner eigenen Feststellung fündig: „Ich hatte das große Glück, dass ich als Teenager, wo man am stärksten beeinflussbar ist, in den 70ern aufgewachsen bin. Da waren die großen Rockbands wie CREAM, LED ZEPPELIN oder THE WHO noch aktuell, aber am meisten beeindruckt hat mich JIMI HENDRIX – sein Gitarrensound und seine Denkweise haben mich völlig umgehauen.“

Auf „Back In Blue“ verwirklicht Sabol nun seinen Wunsch, genau die Musik zu machen, die in seiner Jugendzeit für ihn so wichtig war, ihr aber ein sabolsches Antlitz zu verpassen. Mission geglückt – auf diesem Album werden die guten alten 70er-Jahre des Blues-Rock wieder lebendig. Und bei diesen Ritten auf der Gitarre und den druckvollen Vocals sowie den rückwärtsgewandten Erinnerungen wird „Back In Blue“ garantiert speziell auf der Bühne einen verdammt bleibenden und mitreißenden Eindruck vermitteln, denn um's mit den Zeilen aus dem letzten, fast lustig-beschwingten Song des Albums auszudrücken: „The old school of life will always tell, Yeah!“

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FAZIT: Mit „Back In Blue“ erfüllt sich der deutsche Gitarrist, Sänger, Songwriter und Produzent ARMIN SABOL im Alter von 61 Jahren einen lang gehegten Wunsch – und zwar die Musik zwischen Blues und Rock, welche ihn in seiner Jugendzeit, den 70er-Jahren, schwer beeindruckte und gleichermaßen beeinflusste, auf einem eigenen Album erneut aufleben zulassen. Sowas darf man im Endeffekt auch gerne echt bodenständigen Blues-Rock nennen, ohne ein schlechtes Gewissen dabei zu haben. Blues Rock der alten Schule, der auch in der Gegenwart eine richtig gute Note verdient hat.

Punkte: 11/15

Erschienen auf www.musikreviews.de am 29.03.2022

Tracklist

  1. Go Her In A Bag
  2. Bad Harvest
  3. Going Down
  4. All Out In The Numbers
  5. Hold On
  6. One Trick Pony
  7. Boom Boom
  8. Key To The Highway
  9. Sharp Dresses Man
  10. The House Is Rocking
  11. Ready To Roll
  12. The Old School Of Life

Besetzung

  • Bass

    Uwe Jesdinsky, Ullrich Schmauder

  • Gesang

    Armin Sabol

  • Gitarre

    Armin Sabol, Marcel Bernhardt

  • Keys

    Armin Sabol

  • Schlagzeug

    Micha Kasper, Horst Künzl, Frank Dapper

  • Sonstiges

    Wolfgang Terne, Wolfgang Schorer (Backing Vocals)

Sonstiges

  • Label

    Yellow Muffin Records

  • Spieldauer

    40:35

  • Erscheinungsdatum

    01.04.2022

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