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At the Movies: Soundtrack Of Your Life - Vol. 1

Stil: Pop / Metal / Hardrock

Cover: At the Movies: Soundtrack Of Your Life - Vol. 1

Chris Laney fungiert seit einigen Jahren vornehmlich als Keyboarder der dänischen Metal-Urgesteine Pretty Maids. Allerdings hat der Schwede viele weitere Kontakte im Rock- und Edelstahl-Milieu, die er während der Pandemie nutzte, um ein im Zeichen der Filmmusik der 1980er stehendes Unterfangen zu lancieren. AT THE MOVIES sind schlicht eine Cover-Veranstaltung, die Musik aus mehr oder weniger kultigen Streifen "verhärtet".

Nach dem „Krieg der Sterne“-mäßigen Intro geht es Schlag auf Schlag: Robert Teppers ´No Easy Way Out´ („Rocky IV“), Michael Sembellos ´Maniac´ („Flashdance“) und ´St. Elmo's Fire´ aus dem gleichnamigen Film, das ursprünglich von David Foster und John Parr für den kanadischen Athleten Rick Hansen geschrieben wurde, nehmen umgehend für das Projekt ein. Was schon nach den ersten Tönen des Openers klar ist: AT THE MOVIES interpretieren ihre Selektionen recht originalgetreu und nur mit etwas mehr Gitarren-Härte aufgestockt.

Duran Durans ´A View To A Kill´ aus „James Bond 007 – Im Angesicht des Todes“ zählt anders als ´(I've Had) The Time Of My Life´ aus „Dirty Dancing“ nicht zu den bekanntesten Nummern, und Laney Vorliebe für halbwegs kuriose Schläfer aus den hinteren Reihen der Soundtrack-Rubrik zeugt genauso von echter Hingabe wie - mal wieder - die Gesangsperformance von Soilwork-Goldkehlchen Björn Strid, die seiner Leistung bei The Night Flight Orchestra in nichts nachsteht.

In stilistischer Hinsicht nehmen sich diese Band und AT THE MOVIES ohnehin wenig bis gar nichts, weil ein Großteil des Materials auf dem ersten Teil von "Soundtrack Of Your Life" ebenfalls im AOR zu verorten ist; falls nicht, passt man die betreffenden Lieder einfach an, was aber selten sein muss. Immerhin war Nik Kershaw (´Wouldn't It Be Good´) ein Teil der Melodic Rock-Szene, dito Frank Stallone mit ´Far From Over´ aus aus dem „Saturday Night Fever“-Sequel „Staying Alive“.

In gleicher Weise gehörte ´We Don't Need Another Hero (Thunderdome)´ aus „Mad Max 3 - Jenseits der Donnerkuppel“ - hier mit Ronnie Atkins am Mikro - zu Tina Turners rockigen Sachen, wohingegen ´The Power Of Love´ („Zurück in die Zukunft“) ´The Heat Is On´ aus „Beverly Hills Cop“ und ´The Neverending Story´ (natürlich aus „Die unendliche Geschichte“) schon im Original nach organischer Bandmusik klangen… ganz im Gegensatz zum Wham!-Hit ´Last Christmas´, den man (un-)sinnigerweise als Bonustrack anführt.

FAZIT: Der erste Teil von "Soundtrack of Your Life" bietet allerfeinsten AOR mit teils recht bekannten Namen aus der skandinavischen Metal-Szene, die einen fremd komponierten Ohrwurm an den anderen Reihen - sollten nicht nur in den Eighties aufgewachsene Menschen mal gehört haben. <img src="http://vg07.met.vgwort.de/na/cacd9ada9ad240bba9a4771575618172" width="1" height="1" alt="">

Erschienen auf www.musikreviews.de am 02.01.2022

Tracklist

  1. 01. Intro
  2. 02. No Easy Way Out
  3. 03. Maniac
  4. 04. St. Elmo's Fire
  5. 05. A View To A Kill
  6. 06. (I've Had) The Time Of My Life
  7. 07. Wouldn't It Be Good
  8. 08. We Don't Need Another Hero (Thunderdome)
  9. 09. The Power Of Love
  10. 10. The Heat Is On
  11. 11. The Neverending Story
  12. 12. Far From Over
  13. 13. Last Christmas

Besetzung

  • Bass

    Pontus Egberg

  • Gesang

    Björn "Speed" Strid, Linnéa Vikström Egg

  • Gitarre

    Chris Laney, Pontus Norgren

  • Schlagzeug

    Allan Sørensen

Sonstiges

  • Label

    Atomic Fire / Warner

  • Spieldauer

    49:39

  • Erscheinungsdatum

    07.01.2022

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