Ob DREI METER FELDWEG mit dem Abschluss „Kaufen Kaufen Kaufen“ das Fazit ihres Albums objektiv zusammenfassen, muss jeder Hörer für sich selbst entscheiden. Dass „Durak“ aber zweifellos Qualität zu bieten hat, steht dagegen fest.
Musikalisch ist die Band auf diesem Album sehr breit aufgestellt. Obwohl das Grundgerüst Punkrock der flotteren Sorte ist, dreht man den ein- oder anderen Schlenker in Richtung Ska („Eine Lovestory“), drückt mit balladesker Melancholie auf die Tränendrüse („Briefe an dich“) oder bietet den passenden Soundtrack, um bei einer gepflegten Hausparty das Eigenheim einem ungewissen Schicksal zu überlassen („Ich mach ne kleine Party“, „Unten am Strand“).
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Im „Lagebericht“ wird aber erstmal auf die Tube gedrückt, bevor „Gib niemals auf“ mit beschwingter Energie und Mutmach-Text sofort ins Ohr geht.
Überhaupt ist die Ohrwurmdichte auf „Durak“ beachtlich, was zynische Texte wie „Ganz Vielleicht“ fast noch wirkungsvoller macht.
Mit „Und Sie tanzt“ sticht nach und nach aber doch ein Highlight unter vielen ein ganz klein wenig hervor.
Vielleicht liegt’s an dem grundlegend positiven Vibe?
Nach den vergangenen Monaten tut Optimismus schließlich mehr als gut. Wenn der dann auch noch in Form eines schnittigen Ohrwurms daherkommt, umso besser!
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FAZIT: Ausfälle? Fehlanzeige! DREI METER FELDWEG haben mit „Durak“ ein vielseitiges und launiges Punkrock-Album mit Potenzial zur Massenkompatibilität im Gepäck. Dass trotz aller Ohrwurmtauglichkeit die, für dieses Genre nötige, Authentizität erkennbar ist, spricht für die Qualität der Musik.
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Punkte: 12/15Erschienen auf www.musikreviews.de am 06.09.2022
Simon Müller
Bennet Ramm, Hendrik Petersen
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Philip Hellmig
Dackelton Records
39:24
26.08.2022