Die eigene Stilbezeichnung „Vintage Rock“ passt zwar, aber im Grunde greift sie doch ein wenig zu kurz für das, was THE SHADOW LIZZARDS auf „Someone’s Heartache“ machen. Hier trifft kerniger Bluesrock auf klassischen Hardrock und über allem schwebt der musikalische Geist der 60er- und 70er-Jahre. Natürlich könnte man dieses Album jetzt leicht in die Retro-Schublade stecken und den Deckel zumachen.
Ganz so einfach ist es aber dann doch nicht.
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Die Musik ist oftmals in psychedelisch wirkenden Gefilden unterwegs („No One Can Save Me“), was u.a. PINK FLOYD als einen prägenden Einfluss offenbart. Aber genauso findet sich klassischer Bluesrock in Songs wie „Someone’s Heartache“ wieder, bei dem man im ersten Moment gar an ZZ TOP denken muss.
Der „Train Song“ rollt dagegen auf funkigen Schienen daher und transportiert eine angenehme Leichtigkeit, die sich auch im charmanten Bluesrocker „Who Is Who“ wiederfindet.
„Home Or Lost“ schließt den musikalischen Kreis dann als akustisches Kleinod zwischen melancholischer Western-Stimmung und (wieder!) kernigem Bluesrock.
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FAZIT: THE SHADOW LIZZARDS werden ihrer Stilbezeichnung gerecht und mischen auf „Someone’s Heartache“ sämtliche Vintage/Retro-Rock-Facetten munter ineinander. Das klingt lebensfroh, das klingt nach Spaß und es klingt nach echter Leidenschaft für dieses Genre und Musik allgemein.
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Punkte: 12/15Erschienen auf www.musikreviews.de am 13.09.2022
Jochen Leistner
Jochen Leistner
Kristopher Karla
Jochen Leistner
Oliver Pfeiffer
Jochen Leistner (Harfe), Kristopher Karla, Stella Popp, Sabrina Bonetti (Hintergrundgesang)
Tonzonen Records/Soulfood
41:38
19.08.2022