Wahrlich, diese Pandemie trieb und treibt seltsame Blüten… Im April 2020 brachte die STEEPWATER BAND aus Chicago <a href="http://www.musikreviews.de/reviews/2020/The-Steepwater-Band/Turn-Of-The-Wheel/" target="_blank" rel="nofollow">ihr siebtes Studioalbum „Turn Of The Wheel“</a> heraus – und musste es darauf in gewisser Weise seinem Schicksal überlassen, ohne Support, ohne die dazugehörenden Konzerte und Promo-Auftritte. Trübsal blasen deshalb? Mitnichten! Nach dem Motto „Angriff ist die beste Verteidigung“ folgt nach zwei Jahren mit „Re-Turn Of The Wheel“ eine Art Pendant zum 2020er-Werk.
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Dieses achte Studioalbum mag aus der Not geboren und optisch nahe am Vorgänger sein, ein musikalisches Verlegenheitsprodukt ist es deswegen nicht. Es bringt sieben neue Songs der Band, ergänzt mit einer – allerdings wenig innovativen – Version von Neil Youngs „Don’t Cry No Tears“ (Zuma, 1975) sowie Reprisen des Titelstücks und „Make It Right“ des Vorgänger-Albums, erstgenannte in Form einer erfrischend-akustischen Bearbeitung.
Angesichts der Tatsache, dass weder beim Personal noch bei dessen Sound etwas geändert hat, ist es nicht verkehrt, „Re-Turn Of The Wheel“ als Ausbau oder Erweiterung des Vorgängeralbums zu bezeichnen.
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Wer also auf relativ unbehauenen, stark gitarrenlastigen und schwerblütigen Blues-Southern-Rock steht und dabei weniger Wert auf eine markante Stimme legt, ist mit der STEEPWATER BAND nach wie vor bestens bedient. Produktion und Mastering sind auch diesmal untadelig.
Zu den besseren Nummern des Albums gehören „Shift“, „Found“ und das funkig groovende „Sharp Tongue“. Das eigentliche Highlight ist aber das vierminütige „Food Gates“: Dynamisch, mit viel Abwechslung, Drive und glasklaren, schönen Gitarren-Soli. Ein erstklassiger Song!
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FAZIT: Die Feststellung ist zwar bereits anderweitig vergeben, passt an dieser Stelle in Bezug auf das neuste STEEPWATER BAND-Album jedoch bestens: Im Westen zwar nichts Neues – „Re-Turn Of The Wheel“ hält jedoch, was das Vorgängeralbum (fast) gleichen Namens versprochen hat.
Punkte: 10/15Erschienen auf www.musikreviews.de am 06.11.2022
Joe Bishop
Jeff Massey
Eric Saylors, Jeff Massey
Chris Grove
Joe Winters
Eric Saylors (Mandoline, Lap Steel), Eric Saylors, Joe Bishop (Backing Vocals)
Diamond Day Records/Just For Kicks
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31.05.2022