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Therion: Symphony Masses: Ho Drakon Ho Megas (Reissue)

Stil: Death / Symphonic Metal

Cover: Therion: Symphony Masses: Ho Drakon Ho Megas (Reissue)

1993 zeigten sich THERION im Verhältnis zum im Vorjahr erschienenen Zweitling "Beyond Sanctorum" etwas zahmer, aber auf der stilistischen Ebene noch mutiger. "Symphony Masses: Ho Drakon Ho Megas" vermengt nämlich mehr oder weniger traditionellen skandinavischen Death Metal mit okkulter Bildersprache und einer entsprechenden inhatlichen Ausrichtung, wobei das Tempo der Songs oft in doomige Gefilde herabgesenkt wird.

Das Album sprengt zudem die Grenzen des Death Metal mit dominantem Keyboard-Einsatz, so wie es seinerzeit auch andere Bands taten. Im Verglech zu den nachgerade schulmeisterlich klassischen Exkursen, die sich THERION später leisten sollten, ist "Symphony Masses" auf andere Weise sinfonisch respektive bombastisch. Christofer Johnsson arbeitet häufig mit unverzerrten oder durch Effekte verfremdeten Clean-Gitarren, und klarer oder zumindest verständlich rauer Gesang wurde beim Songwriting fest integriert.

Ihr dritter Longplayer ist vielleicht der letzte, auf dem sich die Band aus dem Rahmen fallende Ausreißer erlaubt. Ein solcher ist etwa ´A Black Rose´, das in Teilen Industrial-Grooves und dazu passende Zerr-Vocals aufweist, wohingegen ´The Eye of the Eclipse´ auf seine konzertante Art spätere Orchester-Metal-Nummern antizipiert und das abschließende Titelstück mit mehr Expertise sowie angemessenen Mitteln ebenso gut auf praktisch allen Alben ab "Theli" (1996) hätte stehen können.

FAZIT: Nach "Beyond Sanctorum" wirkt "Symphony Masses" selbst für THERION-Verhältnisse arg zerfahren, deutet aber auf ebendiese Weise auch an, dass die Band seinerzeit zu einem großen Sprung bereit war. Die Platte wurde wie ihr Vorgänger und Nachfolger von einem Kristian-Wåhlin-Cover (Dissection, Dark Funeral, etc.) gekrönt und für diese ansonsten mit der Erstpressung identischen Neuauflage vom verantwortlichen Label Hammerheart remastert. Freunde des etwas anderen Death Metal sollten sie spätestens jetzt entdecken, falls nicht längst geschehen. <img src="http://vg08.met.vgwort.de/na/8746eec0371c484684fd6ae69befe40f" width="1" height="1" alt="">

Punkte: 11/15

Erschienen auf www.musikreviews.de am 01.04.2022

Tracklist

  1. 1. Baal Reginon
  2. 2. Dark Princess Naamah
  3. 3. A Black Rose
  4. 4. Symphoni Drakonis Inferni
  5. 5. Dawn of Perishness
  6. 6. The Eye of the Eclipse
  7. 7. The Ritual Dance of the Yezidis
  8. 8. Powerdance
  9. 9. Procreation of Eternity
  10. 10. Ho Dracon Ho Megas Act 1 - The Dragon Throne
  11. 11. Ho Dracon Ho Megas Act 2 - Fire and Ecstacy

Besetzung

  • Bass

    Andreas Wallan Wahl, Christofer Johnsson

  • Gesang

    Christofer Johnsson

  • Gitarre

    Magnus Barthelson, Christofer Johnsson

  • Keys

    Christofer Johnsson

  • Schlagzeug

    Piotr Wawrzeniuk

Sonstiges

  • Label

    Hammerheart

  • Spieldauer

    37:45

  • Erscheinungsdatum

    08.04.2022

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