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Thundermother: Black and Gold

Stil: Hardrock

Cover: Thundermother: Black and Gold

Auf ihrem fünften Studioalbum haben sich THUNDERMOTHER selbst übertroffen, was die Dichte potenzieller Hits betrifft, die sich unter den zwölf Songs finden. Strenggenommen hätte man zu Hochzeiten klassischer Hardrock-Mucke jeden Track als Single auskoppeln können, doch unabhängig davon bleiben Gitarristin Filippa Nässli und Sängerin Guernica Mancini die Fokuspunkte der Frauenband Nummer 1 dieser Tage.

Die breitbeinig schreitende Eröffnung ´The Light In The Sky´ versprüht mit kraftvollem Gesang, polterndem Drums und Ohrwurm-Refrain ´Paradise City´-Flair (Guns N´Roses), womit die Weichen für eine hingebungsvolle Gute-Laune-Abfahrt gestellt sind. Nichtsdestoweniger hat "Black and Gold" bei aller bunten Abwechslung und Energie - höre die Proto-Metal-Geschosse ´Watch Out´ und ´Try With Love´ - genügend Tiefgang. Und die Musikalität der Band, die längst unbestritten ist, kommt insbesondere im dynamisch arrangierten ´Look No Hooks´ und in der gesanglich vielschichtigen Power-Pop-Nummer ´Stratosphere´ zum Tragen.

Das nach Uptempo-AC/DC klingende Titelstück (´Wasted´ und ´Loud and Free´ sind ähnlich gestrickt, ´I Don't Know You´ auch, bloß langsamer) mit gleich vier Gitarrenspuren, markantem Talkbox-Effekt und Refrain zum mit gereckter Faust Mitgrölen. Apropos: die Wah-Wah-Nummer ´Raise Your Hands´ würde auch einer offenen Stoner-Combo stehen, wohingegen das sich wiegende ´Hot Mess´ Frontfrau Guernica gekonnt im Fahrwasser großer Blues- und Soul-Stimmen (sie selbst nennt neben Aerosmiths Steven Tyler Aretha Franklin als Einfluss) schippern lässt - tolle Ballade zum Feuerzeug-Schwenken, genauso wie das ´melancholische Finale ´Borrowed Time´.

FAZIT: Auf "Black And Gold" bleiben THUNDERMOTHER wie zu erwarten sie selbst, packen aber im Verhältnis zu ihren ersten vier Alben einen Tick mehr Kraft und Gefühl für himmelhaushohe Hooks mit drauf. Weite Teile der Platte wirken von Start weg zeitlos, und wer ebensolchen Hardrock mit einer wahnsinnig starken (Frauen-)Stimme schätzt, kommt spätestens jetzt nicht an dieser Truppe vorbei. <img src="http://vg09.met.vgwort.de/na/08481c1213094f968ca08786d5e7c360" width="1" height="1" alt="">

Punkte: 12/15

Erschienen auf www.musikreviews.de am 15.08.2022

Tracklist

  1. 01] The Light In The Sky
  2. 02] Black And Gold
  3. 03] Raise Your Hands
  4. 04] Hot Mess
  5. 05] Wasted
  6. 06] Watch Out
  7. 07] I Don't Know You
  8. 08] Looks No Hooks
  9. 09] Loud And Free
  10. 10] Try With Love
  11. 11] Stratosphere
  12. 12] Borrowed Time

Besetzung

  • Bass

    Mona Lindgren

  • Gesang

    Guernica Mancini

  • Gitarre

    Filippa Nässil

  • Schlagzeug

    Emlee Johansson

Sonstiges

  • Label

    AFM / Soulfood

  • Spieldauer

    42:48

  • Erscheinungsdatum

    19.08.2022

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