Im Fahrwasser von großen Namen wie DISTURBED schippert neuerdings ein weiteres hochseetaugliches Schiff, welches das Potenzial zur nächsten modern tönenden Hardrockband mit Dauer-Airplay in den einschlägigen Radiostationen mitbringt. Die Rede ist von den Amis ANY GIVEN SIN, die mit „War Within“ ein achtbares Debüt vorlegen.
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Die Zutaten der Musik werden mit klarem und druckvollem Sound dargeboten und der Kochtopf der Herren beherbergt ohrwurmigen Hardrock, dem hin und wieder verzerrter Gesang und mancher Schrei beigemischt wird. Der Großteil der stimmlichen Darbietung bewegt sich aber in melodischem Terrain, das vom ersten Ton an angenehm unaufdringlich klingt.
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Manche Synthesizer-Sounds sorgen wahlweise für emotionale Unterstützung (u.a. „Insidious“) oder unterfüttern den Sound etwas mehr in Richtung Radiotauglichkeit.
Allerdings drückt das Material nicht nur produktionstechnisch wuchtig aus den Boxen, sondern lässt auch songschreiberisches Talent erkennen. Denn unter den Songs findet sich kein Ausfall und mit „Cold Bones“ bringt es die Band auch fertig, ohne Kitschkrempel auf die Tränendrüse zu drücken.
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Vielleicht finden sich die emotionalsten Momente zwar in den ruhigeren Stücken („The Way I Say Goodbye“, „Dynamite“), aber in erster Linie funktioniert „War Within“ als starkes, modernes Hardrockalbum mit reichlich Ohrwurmpotenzial.
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FAZIT: Ob „War Within“ eine persönliche Zustandsbeschreibung der Bandmitglieder von ANY GIVEN SIN ist, oder ob der Titel doch in einem eher universellen Kontext verstanden werden kann, ist sicherlich eine Frage der Interpretation. Dass das Album aber eine Fundgrube an modernem Hardrock mit metallischem Anstrich und griffigen Melodien ist, wird schnell klar und sollte der Band doch eine gute Startposition für ihre weitere Karriere verschaffen.
Punkte: 12/15Erschienen auf www.musikreviews.de am 22.08.2023
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Mascot Records
39:30
04.08.2023