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Ars Notoria: Chronicles

Stil: Technical Death Metal

Cover: Ars Notoria: Chronicles

Nein, ARS NOTORIA sind kein extrem-metallisches Pendant zu AVANTASIA, auch wenn sich Mastermind und instrumentaler Alleinherrscher Antoine Grasser eine ebenso große Schar an Gastsängern (zwölf Stimmen an der Zahl) für „Chronicles“ zusammengesucht hat.
Diese Menge an Gästen fällt aber weniger ins Gewicht als gedacht, denn die komplexe Brutalität der Songs macht etwaige Schwankungen im Gesangsbereich eigentlich kaum relevant. Das Hauptaugenmerk liegt auf frickeligen Rifforgien, manchem Gitarrensolo, das einem den Zahn zieht und schrägen Dissonanzen.

Der Rettungsanker, der das Album davor bewahrt, instrumentale Onanie zu sein, ist die songschreiberische Fähigkeit von Herrn Grasser. Denn die Stücke wirken stets nachvollziehbar und überraschend leicht zugänglich.
„King’s Crown“ ist z.B. eine Nummer, die zwar keinen Hehl aus dem technischen Können des Musikers macht, aber u.a. durch cleane Gitarrenparts ein stimmiges Gesamtpaket abgibt, anstatt zur reinen Notenzähl-Orgie zu verkommen.
Die gibt’s natürlich auch, denn ein Song wie „Triggered“ geizt weder mit verspielten Leads noch mit vertrackter Rhythmik. Aber auch in diesen sehr technischen Momenten lässt sich ein gewisser musikalischer Fluss erkennen.

<center><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=467540534/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" seamless><a href="https://greatdanerecords.bandcamp.com/album/chronicles">CHRONICLES by ARS NOTORIA</a></iframe></center>

FAZIT: „Chronicles“ ist ein durchaus gelungener Einstand für dieses französische Projekt. Wer seinen Death Metal technisch komplex mag und Spaß daran hat, Noten und Breaks zu zählen, der wird hier sicher fündig werden. Aber auch dem ein- oder anderen nicht ganz so technikaffinen Todesmetaller sind ARS NOTORIA ans Herz zu legen, denn unterm Strich klingt dieses Album doch weitaus spannender und nachvollziehbarer, als man es von einem Tech-Death-Werk vielleicht erwarten würde.

Punkte: 11/15

Erschienen auf www.musikreviews.de am 07.06.2023

Tracklist

  1. Headspit
  2. Save The Book
  3. Ashes
  4. Compel
  5. King’s Crow
  6. Triggered
  7. Obey
  8. Melt
  9. Wide Open

Besetzung

  • Bass

    Antoine Grasser

  • Gesang

    Gauthier Ressel, Cyril Cozza, Olivier Albalat, Christophe Rémy, Vince Wilquin, Florian Lagoutte ,Arthur Heim, Michaël Crass Da Silva, Adrien Déquesnes, Jack Ruetsch, Antoine Bieber, Loïc Mulheim

  • Gitarre

    Antoine Grasser

  • Sonstiges

    Antoine Grasser (Schlagzeugprogrammierung)

Sonstiges

  • Label

    Great Dane Records

  • Spieldauer

    36:35

  • Erscheinungsdatum

    25.02.2023

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