Dank traurigen Melodien und melancholischer Nebelstimmung erinnert die Musik von AT THE GROVE ein ums andere Mal an die Könner von KATATONIA, die hörbar zu den Einflüssen für die Musik auf „Infinity“ zählen.
Denn wie die Schweden verfolgen AT THE GROVE den Ansatz durch ihre Musik eine emotionale Reise zu erschaffen, die zwar vorwiegend im Nebel steckt, aber auch Platz für kurze Lichtmomente und Hoffnungsschimmer lässt.
Dabei sind natürlich die Gitarren maßgeblich für die Stimmung der Songs verantwortlich. Denn obwohl die Melodien vorwiegend fein und sanft klingen, erschaffen sie doch zunehmend ein Gefühl von Beklemmung und Trauer, das sich u.a. im Emotionskoloss „In Tears Of Grief“ mit ungeahnter Wucht entlädt.
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Diese Wucht ist aber weniger musikalischer Natur als auf die Gefühlsebene zurückzuführen. Dabei gelingt AT THE GROVE das Kunststück, instrumentalen Wohlklang mit emotionaler Anspannung zu verbinden, ohne dabei in aufgesetzten Kitsch abzudriften.
Denn sowohl die Verzweiflung von Songs wie „One Last Struggle Within“ als auch die ungewisse, aber doch positive Aufbruchsstimmung von einem Song wie „In Search“ wird emotional glaubhaft vermittelt.
Dadurch wirkt „Infinity“ in Gänze zwar durchdacht, aber nicht komplex, sondern erweckt den Eindruck einer vertonten Wanderung durch unberührte Natur, deren Ziel es ist, den Geist zur Ruhe zu bringen.
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FAZIT: AT THE GROVEs „Infinity“ ist ein gut gemachtes Post-Rock-Album, das dem Stil entsprechend einer emotionalen Berg- und Talfahrt gleicht. Mal sanft und andächtig, dann wieder unverhofft metallisch weiß die Musik den Hörer immer mehr einzufangen und in ein Wechselbad der Gefühle zwischen Melancholie, Freude, Glück und Trauer zu tauchen.
Punkte: 11/15Erschienen auf www.musikreviews.de am 22.09.2023
De Mist Records
54:00
22.09.2023