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Devin Townsend: Devolution #3 – Empath Live in America

Stil: Progressive Rock / Metal

Cover: Devin Townsend: Devolution #3 – Empath Live in America

<img src="http://vg04.met.vgwort.de/na/1ab3753462494c759ce4468a59c58eca" width="1" height="1" alt=""> Bei "Empath Live In America" handelt es sich um einen Mitschnitt von der DEVIN TOWNSEND-Tournee, die Anfang 2020 wegen des Ausbruchs der Corona-Pandemie nicht zu Ende geführt werden konnte. Der kanadische Ausnahmemusiker führt damit die Tradition der "Devolution"-Reihe fort, besondere Shows für die Nachwelt zu konservieren - und diese hier markiert den vorläufigen Höhepunkt dieses Unterfangens, denn der Ablauf wie auch die Beseztung waren alles andere als alltäglich.

Auf der Bühne stand die "Order of Magnitude"-Formation ohne Chor, ein insgesamt personell abgespecktes Line-up aus den wesentlichen Personen Townsend selbst, Gitarren-Tausendsassa Mike Keneally, Bassist Nathan Navarro (auch Porcupine Tree), Haken-Organist Diego Tejeida, Über-Schlagzeuger Morgan Ågren und Sängerin/Gitarristin Ché Aimee Dorval. Der Auftritt kam anders als die Konzerte in jüngerer Zeit gänzlich ohne Backing-Tracks, Metronom-Klick im Ohr oder überhaupt eine Setlist aus, denn gespielt wurde auf Zuruf aus dem Publikum, was Townsend "Freiform" nennt.

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Tight geht's trotzdem zu, und die Songs werden in ihrer vertrauten Form dargeboten, aber die Combo und ihr Anführer im Besonderen sind ausgesprochen redselig. Da werden Witze über Death-Metal-Vocals gemacht, eine 'Fuck Around Section' mit einem angespielten 'Earth Day' sowie 'Sprite' eingelegt, und der 'Gigpig Jam' durchgezogen, den man schon von "Order of Magnitude (Empath Live), Volume 1" von 2020 kennt.

Die Fans wählen, und heraus kommt eine interessante Setlist einschließlich des rauchigen Casualties-of-Cool-Duetts 'Forgive Me' mit der famosen Ché sowie Strapping Young Lads 'Love'.
Ansonsten ist die "Ziltoid the Omniscient"-Albernheit 'March of the Poozers' (2014) fast schon Standard, genauso wie das zeitlos ergreifende 'Supercrush!', das poppige 'Ih-Ah!' und der Ohrwurm 'Hyperdrive!' von "Addicted" (2009). Das zappaeske (nicht zuletzt wegen Franks einstweiligem Drummer Morgan Ågren) 'Evermore' und das schunkelnde 'Why' von "Empath" (2019) integrieren sich prima zwischen den älteren Sachen, dito 'Kingdom' von "Physicist" (2000) als Finale.

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FAZIT: Devin Townsend nächster "Devolution"-Release besticht durch eine nicht ganz alltägliche Setlist, grandioses Zusammenspiel und Spontaneität bei aller Komplexität. Obwohl es nicht der erste Live-Mitschnitt des Künstlers ist, müssen Fans und solche zugreifen, die es noch werden möchten.

Erschienen auf www.musikreviews.de am 27.07.2023

Tracklist

  1. 01] Intro
  2. 02] Evermore
  3. 03] Supercrush!
  4. 04] March of the Poozers
  5. 05] Why
  6. 06] Hyperdrive!
  7. 07] Fuck Around Section
  8. 08] Ih-Ah!
  9. 09] Gigpig Jam
  10. 10] Forgive Me
  11. 11] Love
  12. 12] Kingdom

Besetzung

  • Bass

    Nathan Navarro

  • Gesang

    Devin Townsend, Ché Aimee Dorval

  • Gitarre

    Devin Townsend, Mike Keneally, Ché Aimee Dorval

  • Keys

    Diego Tejeida

  • Schlagzeug

    Morgan Ågren

Sonstiges

  • Label

    Inside Out / Sony

  • Spieldauer

    60:58

  • Erscheinungsdatum

    04.08.2023

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