DOMINANCE ist im Falle dieser Polen wohl etwas mehr als der plakative Name einer Black-Metal-Band. Vielleicht ist es auch die Beschreibung der Stimmung, welche das Metal-Trio mit ihrer Musik erzeugen will. Denn obwohl sperrig betitelt, bietet „Slaughter of human offerings in the new age of Pan“ gefühlsmäßig eine genaue Umsetzung des Bandnamens.
Das Schlachtgetümmel des Covers bringt die Stimmung der Musik passend zum Ausdruck. Alles rast, pfeilschnelle Riffs fliegen einem um die Ohren, die Drums ballern viehisch aus den Boxen und der Sänger keift seinen Nihilismus in die dunkle Welt hinaus.
In seiner Raserei werden hier und da Erinnerungen an MARDUK wach, wenngleich DOMINANCE ihr Geballer immer mal mit einer leichten Tendenz gen Thrash Metal aufpeppen, oder an mancher Stelle die eine oder andere Gitarrenmelodie einflechten, wodurch sich dezente Einflüsse des klassischen Heavy Metal entdecken lassen. In diesem Sinne bekommt u.a. das Titelstück einen dezent heroischen Touch, der bestens zum Material passt.
Allerdings klingt die Musik in Gänze zu sehr von Durchschlagskraft getrieben, unbarmherzig und, nun ja, kämpferisch.
DOMINANCE werden ihrem Namen gerecht, denn ihr berserkernder Black Metal will mit dem Kopf voll durch die Wand (oder ins Schlachtgetümmel). Deswegen ist es von Vorteil, dass die zerstörerische Chose nach einer halben Stunde wieder vorbei ist. Denn erstens, juckt es ein wenig in den Fingern, sich dem Gemetzel erneut hinzugeben und zweitens wirkt „Slaughter of human offerings in the new age of Pan“ insgesamt angenehm kompakt.
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FAZIT: Sicher mag der Black Metal von DOMINANCE altbekannte Pfade beschreiten, aber den Polen ist ihr Enthusiasmus für das Genre anzuhören. Auch dass „Slaughter of human offerings in the new age of Pan“ in vielen Teilen wie Heldenverehrung der eigenen Einflüsse wirkt, verwässert das Album nicht, denn gut gemachte, authentisch tönende Raserei bereitet (zumindest aus musikalischer Sicht) immer wieder Spaß!
Punkte: 11/15Erschienen auf www.musikreviews.de am 23.10.2023
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25.08.2023