DON’T SLEEP scheren sich nicht um Soundneuerungen und daher verwundert es wenig, dass das aktuelle Betätigungsfeld von Dave Smalley (u.a. ex-DAG NASTY) die Konventionen des melodischen Hardcore Punk kaum über den Haufen wirft.
Stattdessen bietet „See Change“ die volle Packung Eingängigkeit, ohne die Hardcore-typische Härte vermissen zu lassen.
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Sämtliche Stücke glänzen mit einem sauberen Sound, der aber der Attitüde der Band nicht in die Quere kommt. Damit geht es bei diesem Album in erster Linie auch darum, das Lebensgefühl der Szene und speziell das der Band zu vertonen.
Hierbei setzen die Musiker weniger auf die Brechstange, als auf Leidenschaft für die Musik und die Szene als solche, wodurch die Musik zwar nie wirklich auf die Schnauze haut, aber vor Herzblut überquillt. Dadurch wirft „See Change“ einige Ohrwürmer ab, wie etwa das rock'n'rollige TOM PETTY-Cover „Runnin‘ Down A Dream“ oder das leicht melancholische „20/20“.
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Im Schnellpunker „Generation“ darf dann auch mal das Gaspedal durchgedrückt werden und „Time to Fight“ beschließt den regulären Teil des Albums mit trotziger Kämpferhaltung.
Die folgenden acht Songs stammen u.a. von den vorangegangene EPs und dem Debüt von DON’T SLEEP und zeigen die Band noch in einem deutlich roheren Soundgewand.
Kompositorisch sind dagegen auch diese Stücke melodischer Hardcore in Reinform, ohne Schnörkel, dafür aber randvoll mir hörbarer Leidenschaft für die Szene.
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FAZIT: Nein, sie schlafen nicht, vielmehr ist DON’T SLEEPs Zweitwerk ein geschmackvolles Werk des melodischen Hardcore, das die eine oder andere schmutzige Genre-Wurzel nicht verleugnet. Damit ist „See Change + 8 Songs“ in gewisser Weise auch eine Sommerplatte, denn die Musik transportiert doch auch das positive Lebensgefühl, das irgendwo ja ein Grundstein des Genres ist.
Punkte: 12/15Erschienen auf www.musikreviews.de am 01.08.2023
Garrett Rothman
Dave Smalley
Tony Bavaria, Tom McGrath
Jim Bedrof
End Hits Records
42:37
02.06.2023