„The White Album“ wird als Liebeserklärung an Irland und seine kulturelle Tradition angekündigt und im Grunde ist damit auch alles gesagt. THE STOKES verwursten diverse Cover verschiedener Künstler, wie z.B. den englischen Volksklassiker „Johnny, I Hardly Knew Ya“ oder BOB DYLANs „Blowin‘ In The Wind“, im klassischen Irish-Folk Gewand.
Das bedeutet, dass der Hörer eine grundsätzliche Sympathie für die traditionellen Klänge der irische Volksmusik mitbringen sollte, um mit diesem Album Spaß zu haben. Zwar lässt sich die Leidenschaft der Musiker für das gewählte Genre und damit einhergehend für die (musikalische) Kultur Irlands nicht leugnen, aber bei allem anfänglichen Spaß wird die Spielzeit dem Album auf Dauer zum Verhängnis. Denn nicht jeder Hörer wird beinharter Verfechter des traditionellen irischen Liedguts sein.
Für all jene, auf die das zutrifft, stellt sich „The White Album“ wahlweise als Geduldsprobe heraus, denn der Stil wird konsequent durchgezogen, wodurch das Album aber auch als netter Kontaktmotor zum Traditional Irish Folk fungieren kann. So oder so gibt es an der musikalischen Darbietung aber kaum etwas zu bemängeln, denn die Musiker haben diesen Stil hörbar verinnerlicht.
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FAZIT: Dem Nörgler könnte das gediegene irische Liedgut, welches THE STOKES auf „The White Album“ vertonen, mit der Zeit gehörig auf den Geist gehen, ob seiner Gleichförmigkeit. Das ist andererseits aber auch ein Pluspunkt der Scheibe, welcher Freunden des präsentierten Materials den Zugang zu diesem Album denkbar einfach macht.
Erschienen auf www.musikreviews.de am 25.08.2023
Urs Wiehader
Kevin Sheahan, Jörg Gleba
Kevin Sheahan, Jörg Gleba
Roland Noack (Flöten), Sophie Lavoie (Geige), Fiachra O‘Regan, Richard Dawson (Dudelsack), Alexander Gies (Konzertina), Paddy Schmaloer (Hintergrundgesang)
DMG Germany
49:52
25.08.2023