<img src="http://vg07.met.vgwort.de/na/2f126b1ed62749b2b36df913dfd051dd" width="1" height="1" alt=""> THE VINTAGE CARAVAN haben im Laufe von bald 20 Jahren (die Band gründete sich 2006) etliche Festivalshows und Clubkonzerte betritten, wobei sich ihre bestechenden Bühnenqualitäten schon früh herauskristallisierten. Die bekannteste isländische Hardrock-Combo ist immer noch verhältnismäßig jung, aber nicht erst seit gestern ungeheuer abgeklärt, ohne in ihrem Biss je nachgelassen zu haben.
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Das erste Livealbum des Trios erweist sich dementsprechend als ziemlicher Burner, der eine Menge Energie freisetzt, ohne dass man bei den anscheinend an verschiedenen Auftritsorten gemachten Aufnahmen dabeigewesen sein müsste. Logischerweise zockten The Vintage Caravan auf der "Monuments"-Tour verstärkt Nummern vom noch aktuellen Studioalbum "Monuments", darunter der rasante Show-Opener 'Whispers', das fett bluesende 'Crystallized', den spannungsgeladenen Singalong 'Forgotten', den Ohrwurm 'Can't Get You Off My Mind' und das stimmungsvolle 'Clarity' am Ende.
Thematisch interessante Paarungen tauchen in der zweiten Hälfte auf: 'Psychedelic Mushroom Man' vom selbstbetitelten Einstand (2011) und 'Cocaine Sally' von "Voyage" (2014) sowie 'Hell' vom jüngsten Album und 'Babylon' von Arrival", aber die Setlist ist in dramaturgischer Hinsicht generell klug zusammengestellt worden. Der gesamten Performance gemein ist die sagenhafte Power des Dreiers, wobei Frontmann Óskar Logi Ágústsson als Gitarrenvirtuose und charismatischer Sänger hervorsticht.
Die gegen Ende aufbrausende Ballade 'Innerverse' (von "Arrival", 2015), das elegische 'On The Run' und 'Reflections' - beide von "Gateways" (2018) - runden den Reigen neben dem fantastischen Epos 'Expand Your Mind' (ebenfalls "Voyage", einschließlich eines Drum-Solos und ausgiebiger Jam-Momente) stimmig ab.
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FAZIT: Das erste (Doppel-)Livealbum von The Vintage Caravan ist eine enorm packende Angelegenheit und spiegelt lediglich die Stellung der Isländer als Ausnahmeband wider, die nicht nur der behäbigen Classic-Rock-Szene gehörig einheizt. Gleichzeitig zeichnen sich die Kompositionen des Trios - hier sind einige ihrer besten kompiliert - durch einen Tiefgang aus, von dem weite Teile ihrer Genre-Mitbewerber nur träumen können.
Erschienen auf www.musikreviews.de am 04.10.2023
Alexander Örn Númason
Óskar Logi Ágústsson
Óskar Logi Ágústsson
Stefán Ari Stefánsson
Napalm / SPV
75:42
13.10.2023