Bei TRANSATLANTIC werden bekanntlich keine halben Sachen gemacht. Die Progressive-Rock-Supergroup aus (ex-)Mitgliedern von Marillion, Dream Theater, Spock's Beard und The Flower Kings ist für wahrhaft epische Auftritte bekannt, und ein ebensolcher liegt nun nicht nur in audiovisueller Form vor, sondern setzt auch Maßstäbe auf mehreren Ebenen.
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"The Final Flight: Live At L'Olympia' wurde auf Tour zur Promotion des fünften Studioalbums "The Absolute Universe" (2021) in Frankreich aufgenommen beziehungsweise gefilmt. Das Kernstück des Sets ist die "Ultimate Edition" dieser Platte, anschließend gibt´s eine kurze Pause zur Vorbereitung auf ein erwartbares Best-of-Programm, aber der Reihe nach: das Material von "The Absolute Universe" wurde selbst für TRANSATLANTIC-Verhältnisse deutlich anders als im Original nachgespielt, derweil die Band und Drummer Mike Portnoy im Besonderen vor Spielfreude überzusprudeln scheinen, so wie man es von ihnen gewohnt ist.
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Die knapp dreistündige Sause ist im zweiten Teil nicht minder spannend und strotzt vor denkwürdigen Momenten wie dem lauthals vom Pariser Publikum mitgesungenen ´We All Need Some Light´ oder dem von Organist und Sänger Neal Morse mit einem dringlichen Schlussruf ("All that will remain is love") beendeten ´Love Made A Way´. Ein fast halbstündiges Medley aus Stücken der ersten beiden Bandalben schließt ein Konzert und Livealbum der Superlative in angemessener Weise ab; "The Final Flight: Live At L'Olympia" markiert laut Aussage der Musiker das Ende einer Ära, weshalb die fiebrigen Darbietungen umso mehr Neugier auf weitere Großtaten der Gruppe macht.
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Ach ja, dass die Show, die von einem 13-köpfigen Kamerateam für die Ewigkeit festgehalten wurde, auch auf DVD ein Leckerbissen ist, dürfte klar sein, zum die Band wie schon bei "Whirld Tour 2010: Live In London" mit Tontechniker Paul Green zusammenarbeitete, um auch auf der "Heimbühne" optimale Bedingungen herzustellen.
FAZIT: "The Final Flight: Live At L'Olympia" zeigt TRANSATLANTIC als nahezu unantastbare Titanen des Retro-Prog, wobei man hinzufügen sollte, dass gerade dieser Mitschnitt keinerlei abgeschmackten Vintage-Mief verbreitet, sondern im Gegenteil so modern wirkt, dass jede aufstrebende Jung-Band in diesem Genre schwer schlucken muss. <img src="http://vg05.met.vgwort.de/na/906a27d4962d43d98f530002eb4dcdeb" width="1" height="1" alt="">
Erschienen auf www.musikreviews.de am 10.02.2023
Pete Trewawas
Roine Stolt, Mike Portnoy, Neal Morse, Pete Trewawas, Ted Leonard
Roine Stolt, Neal Morse, Ted Leonard
Neal Morse, Ted Leonard
Mike Portnoy, Ted Leonard
Inside Out / Sony
179:57
17.02.2023