Zurück

Reviews

Angus Court: No Time To Be Sad

Stil: Modern Rock

Cover: Angus Court: No Time To Be Sad

Der Winter ist kalt und die Laune im Keller?
Der gedankliche Schildkrötenpanzer wirkt heimelig und eigentlich fehlt sämtliche Motivation, überhaupt einen Schritt in Richtung Außenwelt zu gehen?
Nicht mit ANGUS COURT, die auf „No Time To Be Sad“ sowas wie vertonte Antidepressiva verteilen.

<center><iframe width="560" height="315" src="https://www.youtube.com/embed/30FBaH69mBI?si=KFuIklgUbmZv7NCv" title="YouTube video player" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" allowfullscreen></iframe></center>

Das zweite Album der Schwaben erscheint sehr locker, mitunter fast poppig und scheut auch den Blick gen Radio nicht. Böse Zungen könnten jetzt Parallelen zu verpönten Truppen wie NICKLEBACK ziehen, wobei die Musik von ANGUS COURT viel eher im Fahrwasser von Bands wie BLUR oder auch DAUGHTRY schippert.
Soll heißen: Hier wird zu keiner Zeit versucht, zu poppiger Rockmusik den harten Macker zu markieren. Stattdessen gefällt „No Time To Be Sad“ durch eine authentische Vielseitigkeit, die poppige Refrains und tanzbare Rhythmen an die Seite von manch angerocktem Riff stellt.

<center><iframe width="560" height="315" src="https://www.youtube.com/embed/WzrpzxyAWNo?si=OgnpDq4zyGmfeAi8" title="YouTube video player" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" allowfullscreen></iframe></center>

Dabei kommen erstaunlich lockere Ohrwürmer wie „Honey“ oder auch das etwas mehr gen Gitarrenriff tendierende „Lifeguard In Duty“ heraus. Auch um die lebensbejahende Wirkung des Tanzes wissen ANGUS COURT und haben mit dem lockeren Hüftschwinger „Lady Evergeen“ genau den richtigen Song im Gepäck, um jegliche Wolkenschleier aus den eigenen Gedanken wegzutanzen.
Dass die Musik hier immer wieder auch eine deutliche Schlagseite gen Pop-Ohrwurm hat, bekommt dem Album gut, denn so lassen sich manch schwerwiegende Momente zumindest etwas aufhellen und am Ende überwiegt ein positives Gefühl, das einem vielleicht sogar ein zufriedenes Grinsen ins Gesicht zaubert.

<center><iframe width="560" height="315" src="https://www.youtube.com/embed/uASNHdfCBpA?si=dSH17sV5DYiXFgCa" title="YouTube video player" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" allowfullscreen></iframe></center>

FAZIT: Das Leben schön! So könnte das übergreifende Motto von „No Time To Be Sad“ lauten, was bei solchem Albumtitel wenig verwundert. Die Musik für sich muss dabei nicht sonderlich ausgefallen sein. Im Fall von ANGUS COURT reicht schon das positive Lebensgefühl, welches hier allgegenwärtig ist, um die freudige und lebensbejahende Kraft von Musik zu unterstreichen.

Punkte: 11/15

Erschienen auf www.musikreviews.de am 20.02.2024

Tracklist

  1. Brave
  2. Sad Girl
  3. Pretty Maria
  4. Miss Evergreen
  5. Homemade Lemonade
  6. Honey
  7. Lost In Thinking
  8. Lifeguard On Duty
  9. Secret
  10. Fucked Up
  11. Walls
  12. Sparkle Your Soul

Besetzung

Sonstiges

  • Label

    Cargo Records

  • Spieldauer

    44:07

  • Erscheinungsdatum

    26.02.2024

© Musikreviews.de