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Autómata: Heart Murmur

Stil: Instrumental Post-Rock

Cover: Autómata: Heart Murmur

AUTÓMATA spielen Musik für murmelnde Herzen. Zumindest wenn es nach dem Albumtitel „Heart Murmur“ geht. Eigentlich spielen sie Post-Rock, der eher gemächlich in Fahrt kommt, kaum aufbrausende Stürme durchwandert und durch seine (fast) rein instrumental gehaltene Klangwelt auch ein wenig mit dem Kopf in den Wolken schwebt.
Dabei finden sich einige interessante Komponenten in der Musik. Seien es ungewohnte Scratch-Effekte oder ein apokalyptisch anmutendes Sprachsample, das eine Nummer wie „Killing Spiders“ experimentell gestaltet. Gleichzeitig findet sich aber auch prototypische Breitwandakustik in Form von Stücken wie „Sad Guru“ oder dem etwas farbenfroheren Abschluss „Processions“, der es zwar auf achtzehn Minuten Spielzeit bringt, aber mit ca. sechs Minuten Pause mitten im Song auch eine kleine Mogelpackung ist.

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Bei aller Konsistenz, aller genretypischen Weitläufigkeit wirkt „Heart Murmur“ unterm Strich zu gleichförmig, zu langatmig, sodass sich nach knapp einer halben Stunde Spielzeit erste Ermüdungserscheinungen breit machen. Denn auch wenn das Klanggeflecht detailreich und filigran gestrickt ist, das Album hat etwas von einem behäbig dahinschreitenden Riesen. Der hat zwar sicherlich ein Herz aus Gold, aber bis sein Gegenüber zu dieser Herzlichkeit durchdringt, muss die naturgegebene Masse erstmal überwunden werden.
Das führt leider dazu, dass AUTÓMATA zwar cineastische Ansätze erkennen lassen, genauso wie sich der Hörer gut in ihre Musik fallen lassen kann, gleichzeitig aber auch die Gefahr besteht, dass der Geist zu schnell abschaltet und statt Lauschen doch eher Schlafen angesagt ist. Ob das jetzt ein Vor- oder Nachteil ist, bleibt Ansichtssache.

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FAZIT: Als Post-Rock-Kollektiv, das den Fokus seiner Musik auf Entspannung und Potenzial zur Innenschau legt, machen AUTÓMATA auf „Heart Murmur“ einiges richtig. Die übergeordnete Sanftheit der Klänge lädt dazu ein, Geist und Körper zu entspannen und den Fokus nach innen zu richten. Gleichzeitig bleiben aber gewisse Einschlafqualitäten in der Musik nicht aus, was dieses Album aber immerhin zu einem wohlklingenden Abendbegleiter nach einem stressigen Tag macht.

Punkte: 9/15

Erschienen auf www.musikreviews.de am 15.03.2024

Tracklist

  1. On A Wire
  2. Sad Guru
  3. Dead Fields
  4. Mad Motor
  5. Killing Spiders
  6. Memories
  7. Processions

Besetzung

  • Bass

    Jean-Baptiste Elineau, Etienne Ertul

  • Gitarre

    Etienne Ertul, François Lamouret, François Lamouret

  • Keys

    François Lamouret, Etienne Ertul

  • Schlagzeug

    David Vives

  • Sonstiges

    François Lamouret (Samples)

Sonstiges

  • Label

    Atypeek Music/Araki Records

  • Spieldauer

    49:40

  • Erscheinungsdatum

    08.12.2023

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