Für die Schweizer Volksmusik-Szene ist das Muotathal ein eigentlicher Hotspot – erwähnt seien die bestbekannten, ja legendären Akkordeon- und Schwyzerörgelispieler Franz Schmidig und Rees Gwerder. Aber Achtung: In diesem urchigen Tal im Herzen der Schweiz werden noch ganz anders gewürzte musikalische Süppchen gekocht!
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Da wären zum einen die Melodic-Metaller <a href="http://www.musikreviews.de/reviews/2018/Infinitas/Civitas-Interitus/" target="_blank" rel="nofollow">INFINITAS</a> zu erwähnen, oder zum andern eben die Rock-Truppe DREADFUL, die in Form einer EP vor Kurzem ihren vierten Tonträger veröffentlicht hat. Sechs Songs, allesamt selbst geschrieben, Stück für Stück gewildert im unendlichen Genre-Reich von Hard-, Pop-, Boogie- und Blues-Rock sowie Country-Folk, und – nomen est omen – alles im Sinne erkennbarer „Soulmates“ umgesetzt.
Der Auftakt bringt mit „One Hell of a Ride“ kraftvollen Rock australischer Prägung – den AC/DC, zumindest textlich, aber nie so hingekriegt hätten, denn besungen wird darin der Höllentrip auf der Jagd nach Gold während eines winterlichen Abfahrtrennens.
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Im hochtourigen „Down to the Bone“ geht es um den Mut zur Bescheidenheit und um die bewusste Rückkehr zum Wesentlichen, denn: „You don’t need no money to be happy, can’t buy happiness“.
Mit der Ballade „Memories Last Forever“ verarbeitet die Band den Verlust eines viel zu früh verstorbenen Freundes. Der Song ist sehr lang geraten und beansprucht einen Viertel der ganzen EP-Laufzeit; schade zudem, dass beim Abmischen den drei „Nightingales“ im Hintergrund nicht etwas mehr Präsenz zugebilligt wurde.
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Zum Mitsingen animiert der feine und rundum stimmige Country-Folk im Langezeit-Song von „Home Sweet Home“. In den zwei abschließenden Titeln schließlich rocken DREADFUL noch einmal ganz ordentlich, inklusive schöner Harp-Parts im Boogie „Shake It!“. Das Quintett macht damit klar, dass Könner am Werk sind, und dies mit Freude und Begeisterung für die Sache.
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FAZIT: „Dreadful“ musizieren nicht mit dem Anspruch, Neues und Unverkennbares zu schaffen. Ihnen geht es um eine persönliche Interpretation von musikalisch Bewährtem und Bewegendem – zweifellos auch eine Kunst und jedenfalls etwas, das die fünf Innerschweizer beherrschen. So lässt „Soulmates“ Stil-Puristen zwar wohl eher kalt, etwas breiter Interessierte kommen mit dieser EP jedoch durchaus auf ihre Kosten.
Punkte: 11/15Erschienen auf www.musikreviews.de am 24.04.2024
Theo Schmidig
Andy Schelbert
Jonas Marty, Dario Gwerder
Marcel Gwerder
Michaela Gwerder, Josy Schaffert, Irene Gabriel, Dario Gwerder, Jonas Marty (Backing Vocals), Cyril Gwerder (Banjo)
Monobuster Records
24:36
24.03.2024