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The Gems: Phoenix

Stil: Hardrock

Cover: The Gems: Phoenix

<img src="http://vg07.met.vgwort.de/na/51ef9eafe0124a6bafc36bda4f62d78a" width="1" height="1" alt=""> Den Albumtitel "Phoenix" haben THE GEMS nicht umsonst gewählt, denn Sängerin Guernica Mancini, Schlagzeugerin Emlee Johansson und Gitarristin/Bassistin Mona "Demona" Lindgren verstehen ihren ersten Haufen Songs als Kampfansage an ihre ehemalige Band Thundermother. Blendet man die Umstände aus, bleibt eine eindrucksvolle LP mit etlichen starken Kompositionen und einem inhaltlichen roten Faden, zu dessen Beschreibung Schlagwörer wie "Durchhaltevermögen" und "Beharrlichkeit" taugen.

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Um aus der Asche von irgendetwas aufzuerstehen, braucht das Trio im Grunde nicht viel - genaugenommen reicht Mancinis Ausstrahlung, die schon bei Thundermother praktisch die halbe Miete war. THE GEMS bewegen sich nun ebenfalls in einem energiegeladenen Spannungsfeld zwischen Classic Rock und etwas Blues, spielen aber wohl situationsbedingt schlicht unbekümmerter auf als ihre bis zuletzt ebenfalls überragende Ex-Combo.

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Mit 16 Stücken und einer enorm hohen Trefferquote, was potenzielle Hits betrifft, könnte die neue Band nicht besser aus den Startlöchern kommen. Die flotten Highlights 'Queens', 'Silver Tongue' (erinnert ein wenig an W.A.S.P. zu besten Zeiten), 'Like A Phoenix' und 'Force of Nature' stehen breitbeinigen Stampfern wie 'Send Me to the Wolves' oder 'Kiss it Goodbye' und einer
Power-Ballade ('Ease Your Pain') gegenüber, hinzu kommt noch das AC/DC-artige 'Domino' im Shuffle Modus als weitere Spezialität der Musikerinnen.

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Eigensinnige Akkordfolgen und arrangementtechnische Kniffe - höre etwa die Drums in 'Running' in Kombination mit Sprechgesang und Orgel oder das abschließende 'Like A Phoenix' als akustische Reprise - verleihen dem Album seine besondere Würze, aber so oder so müsste es eigentlich ein kommerzieller Selbstläufer sein.

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FAZIT: THE GEMS legen mit "Phoenix" einen tadellosen Einstand im Geist ihrer früheren Band hin. Ihre Songs sind geradliniger als jene von Thundermother und demonstrieren lehrbuchmäßig, was "weiblicher" Hardrock im Drei-Minuten-Format nach den Runaways oder Lita Ford leisten kann - wie eine etwas traditionellere Version der mexikanischen Megastars The Warning quasi.

Punkte: 11/15

Erschienen auf www.musikreviews.de am 17.01.2024

Tracklist

  1. 1 Aurora - Interlude
  2. 2 Queens
  3. 3 Send Me To The Wolves
  4. 4 Domino
  5. 5 Silver Tongue
  6. 6 Undiscovered Paths
  7. 7 Maria's Song - Interlude
  8. 8 Ease Your Pain
  9. 9 Running
  10. 10 Renaissance - Interlude
  11. 11 Like A Phoenix
  12. 12 P.S.Y.C.H.O
  13. 13 Kiss it Goodbye
  14. 14 Force Of Nature
  15. 15 Fruits Of My Labor
  16. 16 Like A Phoenix (Acoustic Version)

Besetzung

  • Bass

    Mona "Demona" Lindgren

  • Gesang

    Gernica Mancini

  • Gitarre

    Mona "Demona" Lindgren

  • Schlagzeug

    Emlee Johansson

Sonstiges

  • Label

    Napalm / SPV

  • Spieldauer

    45:18

  • Erscheinungsdatum

    26.01.2024

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