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This Ending: Crowned in Blood

Stil: Göteborg Death Metal

Cover: This Ending: Crowned in Blood

Die Schweden von THIS ENDING stellen einmal mehr unter Beweis, dass sie auf ihrer fünften Platte „Crowned in Blood“ fähige Songwriter und spielerisch versierte Musiker darstellen. Nichtsdestotrotz läuft das neue Material Gefahr, in der Belanglosigkeit des Göteborg-Allerleis zu verschwinden.

Daran ändert auch nichts, dass sie im ersten Drittel der LP eigentlich mit geilen Nummern aufwarten, die alle Trademarks des Genres gekonnt unter sich vereinen: typisches AT-THE-GATES-Griffbrettgehacke im Wechsel mit treibender AMON-AMARTH-Epik, kurze Akustikeinlagen oder gefühlvolle Solo-Pathetik. Auch sind die Riffs so gebaut, dass sie verschiedenen Geschwindigkeiten zur Verfügung stehen, was garantiert zu steigerungsfähigem Songwriting führt („Crowned in Blood“).

Nicht zuletzt können sich die Lead-Gitarren vom derben Death-Metal-Grollen hymnisch erheben und so für angenehme Kontraste sorgen („Birth of Evil“). Überhaupt sind THIS ENDING auf Dynamiken bedacht. So tritt die Band vom manchmal dezent Black-Metal-lastigen Wall of Sound zurück, um ruhigeren Parts und tieftönendem Sprechgesang Platz zu machen („Devils“), ähnlich wie auf der neuen WORMWOOD oder bei IN FLAMES, bevor Anders Fridén sich, mehr schlecht als recht, dafür umso publikumswirksamer, dazu entschied, richtige Cleans beizusteuern.

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Um beim Gesang zu bleiben: Etwas geschmäcklerisch schlägt zu Buche, dass die gebrüllten Refrains mehr als einmal mit klaren Vocals unterlegt werden („Will of Iron“, „Awakening“). Das nimmt dem Material zwar keine Härte, fügt ihm aber ebenso keine besondere Facette hinzu. Es wirkt ein bisschen wie der missglückte Versuch, aus dem Sumpf gesichtsloser Genre-Musik herauszuwaten. Vielleicht spielt überdies die Tatsache eine Rolle, dass die Formel schnell an Reiz verliert, wenn das eine Riff, gebaut nach den Blaupausen des Göteborg Death Metal, zu den klaren Highlights des Songs zählt und man außer den üblichen Trademarks leider nicht viel mehr zu sagen hat („A Venemous Prison“).

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FAZIT: THIS ENDINGs „Crowned in Blood” ist ein cooles Album für Genre-Fans und erfüllt die Kategorie Songwriting lehrbuchhaft. Dennoch bleiben die viel zu oft gehörten und kopierten Melodien nicht so hängen, wie sie sollten. Mit anderen Worten: Das Abgeschmackte verhindert den Gänsehaut-Effekt, den diese Mucke nötig hat, um auch heute wie in den Neunzigern zu begeistern.

Punkte: 9/15

Erschienen auf www.musikreviews.de am 09.06.2024

Tracklist

  1. Crowned in Blood (6:43)
  2. Birth of Evil (3:19)
  3. Devils (3:48)
  4. Will of Iron (5:01)
  5. Blood King (2:08)
  6. A Venomous Prison (3:29)
  7. Hope in Inferno (4:30)
  8. Lord, Master, King and Emperor – All in One (7:06)
  9. Awakening (4:22)

Besetzung

  • Bass

    Linus Pettersson

  • Gesang

    Mårten Hansen, Linus Nirbrant

  • Gitarre

    Linus Nirbrant, Andreas Morén

  • Keys

    Linus Nirbrant, Peter Nagy

  • Schlagzeug

    Peter Nagy

Sonstiges

  • Label

    Apostasy Records

  • Spieldauer

    40:30

  • Erscheinungsdatum

    26.04.2024

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