Mit melodischem Rock und Gesang in seiner Muttersprache versucht der Italiener THOMAS LIBERO auf sein Album „La Mia Guerra“ aufmerksam zu machen. Das gelingt ihm insofern, als dass die Songs Geschichten eines Außenseiters, der sich durch das tägliche Leben kämpft, erzählen.
Damit ist der rebellische Grundgedanke der Rockmusik schon mal vorhanden.
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Musikalisch dagegen, liefert das Album eher weniger den Soundtrack zu einem Aufstand. Zumindest nicht im plakativ-klassischen Sinn. Denn „La Mia Guerra“ bietet gefällige Rockmusik, mal mit rein akustischen Instrumenten, dann wieder elektrifiziert, aber immer mit einem gewissen Pathos dargeboten.
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Dadurch wirken die Songs in Teilen wie vertonte Märchen, was die zeitweisen Ausflüge in kitschige Tonlandschaften erklären könnte. Dank des italienischen Gesangs klingt „La Mia Guerra“ sicher etwas exotisch und ungewohnt.
Aber als Hörer kommt man auch nicht umhin, hier an eine marginal härtere Gitarrenversion von EROS RAMAZOTTI zu denken.
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Dass das alles trotzdem nicht schlecht gemacht ist und für das, was es sein soll (lebensfrohe Rockmusik mit nicht unerheblichem Kitsch-Faktor), auch klanglich angemessen in Szene gesetzt wurde, sollte der entsprechenden Zielgruppe, die sich z.B. auch bei BON JOVI (in seiner kitschigsten Phase) heimisch fühlt, als Argument für den Erstkontakt aber ausreichen.
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FAZIT: THOMAS LIBEROs „La Mia Guerra“ bietet unaufgeregte Rockmusik mit poppigem Anstrich. Mancher könnte das als ‘Hausfrauen-Rock‘ verunglimpfen, wobei die potenzielle Fanbase des Italieners aber doch arg personell beschränkt wäre, denn nicht nur Hausfrauen fahren Auto. Und als Soundtrack zum lässigen Sommer-Straßentrip könnte das Album zumindest brauchbar sein.
Punkte: 9/15Erschienen auf www.musikreviews.de am 18.12.2024
Thomas Libero
Thomas Libero, Alessandro Mastrecchia
Thomas Libero
Thomas Libero
Ludovico Antiga
Eigenproduktion
36:30
11.10.2024