Geht es nach ARTERY, dann befindet sich die Menschheit im Finalkampf ihres Überlebens. Diese letzte Chance gilt es zu nutzen und zwar in Form eines Thrash/Death-Hybriden, der neben „Hau den Lukas“-Momenten auch technisch auf Zack ist.
Dabei halten sich Geschwindigkeit und Groove stets die Waage, wobei speziell die schnellen, oftmals technisch angehauchten Momente von Stücken wie „Dictatorship in Blood“ oder „Unleash the Beast“ den stärksten Nachbrenn-Effekt verursachen.
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Vielleicht liegt das auch an dem Kontrast, der sich aus der mitunter sehr melodischen Gitarrenarbeit (diverse Soli und Harmonien) ergibt. Denn so bekommt das Gebrüll des Frontmanns mehr Raum und geht nicht in der Brutalitäts-Schlacke unter.
Aus der stimmlichen Eintönigkeit rettet außerdem dezent eingesetzter Klargesang, der ein Stück wie das geschwindigkeitsreiche „Welcome Inside the Game“ zumindest ein wenig auflockert. Dabei rücken, den Sound und die Stimmung betreffend, immer wieder HATESPHERE ins Blickfeld möglicher Inspirationen für ARTERY.
Was beide Bands ebenso eint, ist die grundsolide Handwerksarbeit, die aber, trotz dem ein- oder anderen mitreißenden Moment, in Gänze wenig Eigenständigkeit mitbringt. Allerdings muss ARTERY eine gewisse Intensität attestiert werden, die über die komplette Laufzeit von knapp einer Stunde nicht abreißt.
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FAZIT: ARTERY überzeugen in erster Linie durch ihre Energie, wobei sich manche Kinderkrankheit, wie etwa das Totlaufen sämtlicher Songs nach zwei Durchläufen, nicht ganz leugnen lässt. Insofern bleibt zu hoffen, dass „Last Chance“ keine Weissagung des eigenen musikalischen Antriebs ist. Denn zweifellos haben die Franzosen die Grundsätze des Genres verstanden, wobei dieses Album in erster Linie von seiner Energie lebt.
Punkte: 9/15Erschienen auf www.musikreviews.de am 22.01.2025
Julien Rejoint
Greg
Uelcos, Thierry
Micka
Great Dane Records
57:34
22.11.2024