Dafür, dass BARREN ihren Sound selbst als ‚Kettensägen-Grind‘ beschreiben, metzeln sich die Belgier erstaunlich groovebetont durch „Verderf“. Nun ist Grindcore sicher keine Musik für Melodie-Schöngeister, aber die knappen neunzehn Minuten Spielzeit dieses Albums sind auch kein stumpfes Gehacke.
Natürlich hauen alle Stücke derbe ins Mett, die Schlagzahl der Rhythmusfraktion steht überwiegend auf Anschlag und das aggressive Punk-Potenzial des Genres ist jederzeit zu spüren. Und doch sind da abgehackte, zuweilen aberwitzige Tempowechsel und Breaks, die verhindern, dass sich die Musik in ihrer eigenen Metzelorgie totläuft.
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Stücke wie „Scourge“ grooven trotz hohem Tempo ungemein und lassen auch zähe Breaks zu, was eine gewisse Death-Metal-Nähe zum Vorschein bringt.
In Sachen Atmosphäre schimmert derweil auch eine dezente Black-Metal-Atmosphäre durch, womit sich z.B. eine Band wie ANAAL NATHRAKH als Referenz für den Sound von BARREN heranziehen lässt. Wenngleich deren psychotisches Industrial-Pathos hier komplett fehlt.
Überschall-Gebretter und Todesgroove halten sich erfreulicherweise die Waage, wodurch „Verderf“ kaum ermüdet und stattdessen ein Krachfest für Freunde musikalischer Extreme darstellt.
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FAZIT: BARRENs „Verderf“ bietet extremen Grindcore im besten Sinn, weiß aber auch durch manches Gimmick in Sachen Atmosphäre aus der Metzel-Masse herauszustechen (zumindest ein wenig). Für musikalische Extremisten, die mal wieder durch die heimische Gummizelle springen wollen, eignet sich das Album auf jeden Fall hervorragend.
Punkte: 13/15Erschienen auf www.musikreviews.de am 24.09.2026
Stef Wouters
Matías Dupont
Matías Dupont
Llano Bergman
Selfmadegod Records
18:54
25.09.2026