<b>„Die Stücke sind mit Blick auf unser jährliches Magenta-Acapella-Ensemble entstanden. Klanglich wollte ich mich an der Besetzung dieser Konzerte orientieren – mit akustischem Klavier, Holzbläsern und Streichern –, um das Spektrum zu erweitern und mehr klangliche Farben einzubringen, statt ein reines Gitarrenalbum zu machen.“</b> (Chris Fry)
CHRIS FRY ist der untrennbare Schatten von ROBERT REED, der mit seinem faszinierenden (größtenteils akustischen) Gitarrenspiel maßgeblich die Musik hinter MAGENTA oder bei den Reed-Live-Auftritten, wenn der gerade wieder im „Sanctuary“-Oldfield-Universum unterwegs ist, prägt.
Aber auch die MAGENTA-Sängerin CHRISTINA BOOTH unterstützt Fry bei ihren Solo-Alben unter dem Namen CHRISTINA oder greift um die Weihnachtszeit bei den KOMPENDIUM-Alben in die Saiten.
Noch dazu hinterlässt sein Auftreten und seine Zurückhaltung immer einen auch menschlich absolut positiven Eindruck. Als Gitarrist jedenfalls ist CHRS FRY ein absoluter Gigant.
Aber es gibt auch die Momente, in den Fry aus dem Schatten heraustritt und auf seinen Solo-Alben beweist, welch wahre Größe er als Musiker verkörpert. Aktueller Beweis hierfür ist sein 2026er-Solo-Album „In Glorious Colour“, das völlig gerechtfertigt schon vom Titel her die ganz große, farbige Musik-Vielfalt verspricht. Und sich noch dazu aus dem progressiven Reed-Schatten herausbewegt und viel eher einen akustischen Platz neben solchen Größen wie AL DI MEOLA oder PACO DE LUCIA und LEO KOTTKE anstrebt.
<br><center><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=3257874391/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/track=2448234197/transparent=true/" seamless><a href="https://magenta.bandcamp.com/album/in-glorious-colour">In Glorious Colour von Chris Fry</a></iframe></center></br>
Außerdem nimmt Fry Bezug auf seine Leidenschaft für Filme und Soundtracks, weswegen er auf einen altbekannten Kino-Slogan anspielt, der die Zuschauer immer antrieb, ins Kino zu strömen: „Filmed in Glorious Technicolour“. Auch Frys erste Band trug genau diesen Namen. Filmische wie historische Erinnerungen so gesehen, die weit in die Vergangenheit zurückgehen und der Gegenwart einen filmischen wie spannenden Musik-Klang verleihen, bei dem CHRIS FRY endlich die Hauptrolle spielt.
Statt Prog gibt’s hier eben mehr Klassik und Traditionelles zu hören, wobei neben der akustischen Gitarre zusätzlich Klavier, Flöte und Oboe erklingen und jede Menge programmierte Streicher.
„In Glorious Colour“ ist ein beruhigendes Album. Eins, das einen wieder runterholt und hinter einem die Tür zuschlägt, damit der Stress und die Hektik draußen bleiben. Trotzdem ist die Musik spannend und abwechslungsreich, die Kompositionen spiegeln die (klassische und filmmusikalische) Größe eines CHRIS FRY wider.
<br><center><iframe style="border: 0; width: 350px; height: 350px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=3257874391/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/minimal=true/track=1756876207/transparent=true/" seamless><a href="https://magenta.bandcamp.com/album/in-glorious-colour">In Glorious Colour von Chris Fry</a></iframe></center></br>
Und das sollte einfach für dieses FAZIT reichen: Wer mehr (oder zu viel) bzw. progressiv Rockendes im MAGENTA-Stil erwartet, wird von „In Glorious Colour“ enttäuscht sein. Wer sich auf ein akustisches Gitarren-Album einlässt, das unaufgeregt und abseits von Rob Reed oder Magenta seine ruhige Schönheit entfaltet, dem sei „In Glorious Colour“ von CHRIS FRY wärmstens empfohlen!
Punkte: 11/15Erschienen auf www.musikreviews.de am 09.07.2026
Chris Fry
Chris Fry
Chris Fry
Katie Axelsen (Flöte), Eric Wolfe-Gordon (Oboe), Chris Fry (Programmierung)
White Knight/Just For Kicks
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12.06.2026