Mit einem Konzept, das sich mit der übernatürlichen Erfahrung zwischen Leben und Tod (bezogen auf ein persönliches Erlebnis von Sänger Riccardo Pirozzi) beschäftigt, stellt sich bei einem Bandnamen wie DUST natürlich die Frage einer nihilistischen Geisteshaltung.
Kriecht der Mensch nicht aus dem Staub, um am Ende seiner Tage wieder zu selbigem zu zerfallen?
Welchen Sinn hat dann seine Existenz?
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Derlei Fragen behandelt „Thoughts Of A Falling Man“ tatsächlich. Wenn auch weniger plakativ, als vielmehr bezogen auf die persönlichen Erfahrungen des Frontmanns. Musikalisches Vehikel der Wahl ist dabei modern tönender Misch-Metal mit Anleihen aus Thrash- und Death-Metal. Aber auch mit einer gewissen Affinität zu Djent-Riffs.
Das Ganze klingt fett produziert und (um mal ein sportliches Bild heranzuziehen) aufgepumpt wie ein Bodybuilder.
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Allerdings fehlt es der Musik an kreativer Ausdauer. So druckvoll die Riffs und Grooves von Stücken wie z.B. dem Titeltrack ausfallen, so kurz fällt der Atem der Musik aus.
Keines der Stücke entwickelt erkennbares Langzeitpotenzial und so kurzweilig marginal vertrackter Prügel-Stoff wie „Bodyless“ auch scheint, die Wirkung, bzw. der vielzitierte Aha-Effekt bleibt gänzlich auf der Strecke. Daran kann auch das philosophisch-existenzialistisch angehauchte Textkonzept nichts ändern.
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FAZIT: DUST mangelt es auf „Thoughts Of A Falling Man“ weniger an handwerklicher Fähigkeit als an kreativem Zündpulver. Denn trotz bulligem Sound lässt das Album kreativen Esprit in Form zwingender Songs missen. Insofern eignen sich die vorliegenden Stücke vielleicht als Billigersatz für musikalisches Protein, aber langfristiger Muskelerhalt bedarf eben doch einer gewissen (in diesem Fall) kreativen Qualität.
Punkte: 6/15Erschienen auf www.musikreviews.de am 02.07.2026
Francesco D'Elia
Riccardo Pirozzi
Stefano D'Angelo, Federico Ignini
Eric Di Donato
Rockshots Records
39:54
03.04.2026