Zurück

Reviews

Hubris: White Shores

Stil: Instrumental Post-Rock

Cover: Hubris: White Shores

Das zentrale Motiv, das die Schweizer Instrumentalisten auf „White Shores“ bearbeiten, ist das Thema des Todes. Das sich aus den Titeln der Stücke ergebende Tolkien Zitat „Death Is Just Another Path“ ist also keinesfalls eine plumpe Fantasy-Referenz (falls eine Referenz an Tolkiens Werke überhaupt in einem geistlosen Kontext zustande kommen kann), sondern dient als Vorlage für die Beschäftigung mit dem Sinn des Ablebens.
<br><center><iframe width="560" height="315" src="https://www.youtube.com/embed/E1JiK5yeHXg?si=dH7uvRZ_KIyjBWuS" title="YouTube video player" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></center></br>

Wird das Leben durch den Tod erst sinnvoll?
Ist der Tod eine Befreiung von physischen Strapazen?
Derlei philosophische Fragen verpacken HUBRIS in ein instrumentales Post-Rock-Konstrukt, das von Beginn an einen stark filmisch inspirierten Spannungsbogen aufweist.
<br><center><iframe width="560" height="315" src="https://www.youtube.com/embed/xfntIDJcv-s?si=87YcVVOd172wiSqf" title="YouTube video player" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></center></br>

Vom sanften Anstieg in „Death“ weg, folgen in den weiteren Stücken mehrere Höhepunkte und das ein- oder andere instrumentale und auch emotionale Crescendo, das mal in Post-Metal-Gefilde eintaucht und mit kraftvollem Schlagzeugspiel zu filigranen Gitarren gefällt („Just“), während an anderer Stelle aufbauschende Rhythmen und sanft-verspielte Melodien Sonnenschein-Assoziationen heraufbeschwören („Another“).
<br><center><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=1419886641/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/track=66257288/transparent=true/" seamless><a href="https://hubrisband.bandcamp.com/album/white-shores">White Shores von hubris.</a></iframe></center></br>

„Path“ verbindet am Ende sowohl aufbrausend kraftvolle Riffkaskaden, die von einer Vorfreude auf eine mögliche unbekannte Zukunft zeugen, als auch introspektive, verhaltene Ruhe. Letztere wird in Form von verspielten, aber zurückhaltenden Gitarrenmelodien in ein dezent proggiges Gewand gekleidet, wodurch „White Shores“ mit einem erhebenden Gefühl der Ankunft schließt.
<br><center><iframe style="border: 0; width: 350px; height: 350px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=1419886641/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/minimal=true/track=895755892/transparent=true/" seamless><a href="https://hubrisband.bandcamp.com/album/white-shores">White Shores von hubris.</a></iframe></center></br>

FAZIT: HUBRIS servieren mit „White Shores“ philosophisch angehauchten Post-Rock, der durch seine rein instrumentale Darbietung eine Fülle für emotionale Interpretationen seitens des Hörers bietet. Dabei gehen die Musiker weder zu verkopft, noch allzu sehr nach typischen Genre-Mustern vor, womit sich das Album als angenehm kurzweilig herausstellt.

Punkte: 11/15

Erschienen auf www.musikreviews.de am 29.09.2026

Tracklist

  1. Death
  2. Is
  3. Just
  4. Another
  5. Path

Besetzung

  • Bass

    Lucien Leclerc

  • Gitarre

    Jonathan Hohl, Matthieu Grillet

  • Schlagzeug

    Leo Juston

Sonstiges

  • Label

    Eigenproduktion

  • Spieldauer

    39:27

  • Erscheinungsdatum

    10.09.2026

© Musikreviews.de