IV SIGILLO lassen mit „Quarto Sigillo“ ein Debütalbum zwischen okkulter Kauzigkeit, Doom-Metal-Drama und Anflügen klassischen Heavy Metals auf die Hörerschaft los.
In Sachen Gesang und Ästhetik schimmern dabei immer mal die ebenso obskuren (und mittlerweile leider aufgelösten) HELL hervor, was u.a. an der theaterhaften Gesangsdarbietung von Emiliano Cioffi liegt.
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Musikalisch sind IV SIGILLO dagegen deutlich stärker im klassischen Doom Metal verhaftet, wobei speziell das Keyboard in Stücken wie „Satrap Of The Cruel“ für eine unheilvolle Stimmung sorgt, die den tragischen Charakter, der vom Gesang ausgeht, passend untermauert.
Derweil ist der Basssound auf dem gesamten Album eine Wucht, was klassischen Slow-Burnern wie „Slacken“ eine Menge Wärme verleiht. Dadurch drücken die Grooves markanter und setzen der Theatralik der Stimme immer ein geerdetes Fundament entgegen.
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Ein Stück wie „11 Bodies (Mask of Command)“ ist derweil vollgepackt mit instrumentalen Wendungen und lebt auch von der dröhnenden Astral-Stimmung, die das Keyboard erzeugt. Derweil unterstreicht Sänger Emiliano Cioffi mit seiner Darbietung den, an ein klassisches Bühnenstück angelehnten, Aufbau des Songs sehr gut.
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Überhaupt weiß der Gesang in allen Stücken mehr als einmal durch Mark und Bein zu gehen. Das ist insofern ein Vorteil, als dass manch progressiv angehauchtes Arrangement dadurch ein wenig in den Hintergrund rückt und so vielleicht ein wenig bekömmlicher serviert wird. Gleichzeitig sind Stücke wie „Sub Vesperum“ keine leichte bzw. klassische Kost und wirken eher wie auf Songlänge komprimierte Dramen, die eine gewisse Aufmerksamkeit erfordern.
Daher bedarf es einer aktiven Auseinandersetzung mit der Musik, wodurch sich das auf den ersten Blick kauzig-krude Bild, welches IV SIGILLO als Band und „Quarto Sigillo“ als Album umgibt mehr und mehr erschließt.
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FAZIT: Trotz des irreführenden Albumtitels ist „Quarto Sigillo“ („Quarto“, nicht zu verwechseln mit „Quatro“) ein starkes Debütalbum voll mit kauzigem Doom Metal. IV SIGILLO legen ein stimmungsvolles Album vor, das zwar ein wenig Einarbeitungszeit erfordert, dann aber umso markanter zündet.
Punkte: 12/15Erschienen auf www.musikreviews.de am 13.08.2026
Omar Roncalli
Emiliano Cioffi
Dario Vicariotto
Omar Roncalli
Attilio Coldani
Metal On Metal Records
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16.06.2025