JON SPENCER liefert mit „Songs Of Personal Loss And Protest“ einen leicht angesäuerten Soundtrack aus der Punk-Garage. Zusammen mit seinen beiden Sidekicks Kendall Wind und Macky Spider Bowman macht der Mann das Beste aus aufreibenden Zeiten und kanalisiert seinen Frust in Musik.
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Dabei trifft bassgetriebene Rauschmusik („Hangover“) auf Psychobilly-Punkrock („Knock 'Em Out“), ehe ein Song wie „Give It Up 4 The Devil“ den Lo-Fi-Garage-Rock-Trip mit einer vermeintlich positiven Botschaft versieht, denn die Frage aufzugeben, wird mit einem herzhaften „Hell, no!“ beantwortet.
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Dass Massentauglichkeit derweil nicht das Ziel dieses Albums ist, zeigt die unbekümmert trashige Herangehensweise, mit der JON SPENCER ans Werk geht.
Soll es Elvis-like grooven?
Die Antwort liefert „Orange Slice Blues“.
Oder staubt der Sound zu wenig?
„Step On the Gas“ wirbelt selbigen mit trockenem Drive auf.
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Nur gut, dass mit „Wet & Wild“ die (vermeintliche) Abkühlung auf dem Fuße folgt.
Am Ende folgt gibt’s mit „No More“ noch ein radikal spartanisches Requiem. Denn der Tod ist unausweichlich. Warum ihn also nicht mit offenen Armen empfangen? „Let go, you can go“ singt JON SPENCER im Fuzz-getränkten Refrain dieses Finales, wobei der trockene Nachhall der Musik doch ein wenig länger anhält, als gedacht.
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FAZIT: JON SPENCERs „Songs Of Personal Loss And Protest“ bietet freigeistigen Garage Punk, der viel Soul atmet und nicht selten die Blues-Gitarre würdigt. Die verschiedenen Elemente des Sounds stehen sich dabei nicht im Weg, wodurch die marginal schräge Attitüde des Musikers standfest auf dem Boden musikalischer Tatsachen fußt.
Punkte: 10/15Erschienen auf www.musikreviews.de am 15.08.2026
Kendall Wind
Jon Spencer, Kendall Wind, Macky Spider Bowman
Jon Spencer, Kendall Wind
Kendall Wind, Jon Spencer
Macky Spider Bowman
Bronzerat Records
34:10
12.06.2026