Auf „Past, Presence, All At Once“ verbindet der Fürther JOSCHKO Indie-Rock mit einer ordentlichen Portion Folk und einer beständigen Prise Melancholie. Das Ergebnis ist ein ebenso eingängiges wie stimmungsvolles Album. Bereits das gitarrengetriebene „Fifteen To Twenty“ entfaltet vom ersten Takt an seinen lässigen Charme und gibt die Richtung vor: melodischer Gitarrenpop mit folkiger Note, einer Prise Rock und viel Gespür für eingängige Melodien.
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„Definitely Maybe“ setzt auf warmen Bluesschmelz und dürfte zu später Stunde in jedem Pub für melancholische Mitsingmomente sorgen. „Surrender To Begin“ knüpft daran nahtlos an, nimmt das Tempo weiter zurück und weckt mit seiner Melodieführung Erinnerungen an die MANIS STREET PREACHERS. Ein federnder Bass und sanft schimmernde Orgeln verleihen dem Stück zusätzliche Tiefe.
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Zu den Höhepunkten des Albums zählen vor allem die reduzierten Balladen. „Looking Glass“ stellt die dezent gedoppelte Stimme in den Mittelpunkt, während Bass und Akustikgitarren das emotionale Fundament legen – mehr braucht der Song nicht, um seine Wirkung zu entfalten. Mit dem flotteren „Hell In Sight“ und dem treibenden „Life Meanders“ zieht das Tempo zwar an, doch die nachdenkliche Grundstimmung bleibt allgegenwärtig und wird lediglich von eingängigen Popmelodien aufgehellt.
Den Schlusspunkt setzt „Weight“, das noch einmal tief in die Breitwandmelancholie eintaucht und mit hallenden Gitarren sowie schimmernden Orgelklängen einen stimmungsvollen Ausklang findet.
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FAZIT: JOSCHKO liefert mit „Past, Presence, All At Once“ ein eindrucksvoll melancholisches Indie-Rock-Werk. Zwischen lässigem Folk-Rock, intimen Balladen und hymnischer Wehmut beweist er ein feines Händchen für dichte Stimmungen und mitreißende Melodien – ein stimmungsvoller Soundtrack für späte, nachdenkliche Stunden.
Punkte: 12/15Erschienen auf www.musikreviews.de am 07.07.2026
Hubi Hofmann
Vincent Joschko, Hubi Hofmann
Vincent Joschko
Vincent Joschko, Claus Bächer, Hubi Hofmann
Michael Air Hofmann
Slash Zero Records
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12.06.2026