Frankreichs LOMOR liefern mit „Sabouk Rouge“ ihr zweites Vollalbum in knapp vier Jahren und schlagen musikalisch in jene Thrash-Metal-Kerbe, die versucht, den Esprit der alten Helden mit jungem Eifer neu zu entfachen. Rein handwerklich klappt das auch ganz gut, denn der Riffbaukasten von KREATOR, DESTRUCTION und CO. (EXUMER nicht zu vergessen) gibt doch einiges her.
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Aber genau hier liegt der Hase im Pfeffer. Es bleibt der Riffbaukasten der genannten Bands, womit sich LOMOR wie von selbst ein Stück ihrer Eigenständigkeit absprechen.
Sicherlich machen Songgranaten wie „Meet Your Meat“ oder der melodische Groove von „Sanctuary“ Spaß und zeigt, dass die Musiker doch eine gewisse Vision haben, allerdings hinterlässt „Sabouk Rouge“ insgesamt immer wieder den Eindruck von (durchaus leidenschaftlicher) Heldenverehrung.
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Das ist keineswegs schlecht gemacht, ebenso wenig fällt der nostalgische Blick in die goldenen Achtziger, der sich im Songwriting immer wieder auftut, negativ ins Gewicht, allerdings fehlt es LOMOR dadurch ein Stück weit an der eigenen Handschrift und somit auch am zündenden Funke, der das Musikfeuer vollends hell lodern lassen würde.
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FAZIT: LOMOR betreiben auf „Sabouk Rouge“ leidenschaftliche Heldenverehrung, was durchaus griffigen Thrash Metal zur Folge hat. Allerdings kommt die Band dabei eben kaum über den Status der Nacheiferer hinaus, denn eine wirklich markante eigene Handschrift bleibt noch aus. Nichtsdestotrotz bietet das Album gut gemachtes Genre-Methadon.
Punkte: 9/15Erschienen auf www.musikreviews.de am 14.06.2026
Mathieu Michalina
Eric Castelnau
Eric Castelnau
Gurvan Cambrai
Rockshots Records
45:27
06.02.2026