Wer CANNIBAL CORPSE, CARCASS und BOLT THROWER als Einflüsse auf das eigene Schaffen nennt, der wirft mit großen Namen um sich und schürt eine nicht zu verachtende Erwartungshaltung. An Selbstbewusstsein mangelt es den Frankfurter Death-Metallern von MAGEFA also nicht.
Und auch handwerklich ist „Legion“ ein mit Hand und Fuß sauber zurechtgesäbeltes Stück Todesblei. Allerdings übertrifft das Album die, durch die erwähnten Vorbilder geschürten Erwartungen nur bedingt.
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Sicherlich wissen MAGEFA wie Death Metal mit leichter Tendenz gen Technik funktioniert, denn sonst würde ein Stück wie „Pathology Calls“ nicht doch so kräftig rödeln und auch nicht die Handwerksfähigkeiten der Musiker in der Art zur Schau stellen (die Saitenfraktion macht einen sehr guten Job).
Dennoch hat das Album einen Haken: Nichts von dem, was die Band bietet, wirkt innovativ, geschweige denn überraschend, vor allem nicht vor dem Hintergrund, dass im Promoschrieb vom 'bisher ambitioniertesten Schlag innerhalb zehn Jahren Schaffensphase' die Rede ist.
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Klar – es gibt sie, die Momente zielgerichteter Todesblei-Aggression. „Rotting Away“ oder der hörbar von BOLT THROWER beeinflusste Groover „Back To The Front“ etwa, wissen in dieser Kategorie zu gefallen. Aber das allein macht kein Meisterwerk aus.
Für ein solches fehlt es dem Album, trotz handfestem Songwriting an den zwingenden Momenten, oder dem ungeschliffenen Esprit des Wahnsinns, der Death Metal irgendwo auch auszeichnet.
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FAZIT: Trotz mangelnder Frische, die maßgeblich auf das Schüren falscher Erwartungen zurückzuführen ist, haben die Frankfurter MAGEFA mit „Legion“ ein passables Stück Death Metal an der Hand. Zwar bietet das Albums nichts, was es nicht schon gibt, aber die Band ist doch mit Herz und Nieren bei der Sache, wenn auch die zwingende eigene Handschrift in Sachen Songwriting noch ausbaufähig ist.
Punkte: 9/15Erschienen auf www.musikreviews.de am 14.06.2026
Andreas Muttscheller
Kevin Grams
Kevin Grams, Nico Perez
Kai Or
Eigenproduktion
32:24
06.06.2026