Die Portugiesen MAQUINA verbinden auf „Body Transmission“ stampfenden Electro, treibende Dance-Beats mit Industrial-Krautrocks Elementen zu einem kompromisslosen Klangentwurf. Eingängige Melodien spielen dabei kaum eine Rolle – stattdessen dominieren hypnotische Grooves, die das zugehörige, flackernde Stroboskoplicht förmlich hörbar machen. Passend dazu setzt das Trio überwiegend auf mantraartig wiederholte Spoken-Word-Passagen. „4-to-the-floor“ treibt dieses Prinzip auf die Spitze: Der in Endlosschleife vorgetragene Songtitel gibt nicht nur den Rhythmus vor, sondern wird selbst zum rhythmischen Element und verschmilzt mit dem unerbittlich pulsierenden Beat.
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Erstaunlich mühelos integriert das Trio dabei weitere Facetten in seinen Sound. So verknüpft „collapsing“ metallisch riffende Gitarren mit archaisch anmutenden Rufen, die sich um den versetzt stampfenden Offbeat-Rhythmus legen. Auch vermeintlich eingängige 80er-Pop-Anklänge erweisen sich schnell als Finte: „agony“ entwickelt sich nach seinem harmlosen Auftakt zu einem monoton pulsierenden Stück, das seine Spannung nahezu ausschließlich aus dynamischen Verschiebungen bezieht.
„Stimulation“ macht seinem Titel schließlich alle Ehre und sorgt mit seiner unablässig treibenden Rhythmik für den letzten Adrenalinschub. Wer dabei nicht in Bewegung gerät, dürfte wohl kaum noch zu aktivieren sein.
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„Step On Me“ nimmt das Tempo zunächst etwas zurück, gönnt dem Hörer jedoch kaum eine echte Verschnaufpause. Spätestens wenn der erneut aggressiv herausgeschleuderte Gesang einsetzt, ist die kurze Atempause beendet und der Weg zurück auf die Tanzfläche vorgezeichnet. „pressure / pleasure“ knüpft daran mit flimmernden Synthesizerflächen und stoisch pulsierender Rhythmik nahtlos an und entwickelt einen Sog, der die Außenwelt für einen Moment vollständig ausblendet.
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FAZIT: Mit „Body Transmission“ liefern MAQUINA ein adrenalingeladenes, kompromissloses Album zwischen Clubkultur, Elektro und Industrial, das weniger über Melodien als über repetitive Rhythmen und hypnotische Wucht wirkt. Wer sich auf diesen Sog einlässt, bekommt ein forderndes, mitreißendes Hörerlebnis; allen anderen dürfte die Körpermusik schnell zu monoton werden.
Punkte: 10/15Erschienen auf www.musikreviews.de am 08.08.2026
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