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Modula Nation: The Rift

Stil: Experimenteller Rock , Progressive Rock,

Cover: Modula Nation: The Rift

Die Grazer MODULA NATION kündigen für „The Rift“ eine Mischung aus experimentellem Psychedelic Space Rock, schweren Industrial-Riffs, komplexen Rhythmen und griffigen Grooves an – und bleiben diese keineswegs schuldig. Zwischen den wuchtigen Gitarren des titelgebenden „The Rift“ und der elektronisch grundierten, psychedelisch schwebenden Atmosphäre von „I Won’t Let Them“, die sich in eine 70er Jahre Riffnummer dreht, spannt das Quartett einen sehr weiten Bogen, ohne dabei den roten Faden zu verlieren. Statt stilistischer Beliebigkeit entsteht ein organisch wirkender Klangkosmos, in dem sich Härte, Atmosphäre und Rhythmus immer wieder neu austarieren.
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Dazwischen lassen MODULA NATION ihrer Experimentierfreude freien Lauf. Binnen weniger Minuten streifen sie 80er-Jahre-Pop, kippen unvermittelt in eine kraftvolle Rocknummer und greifen schließlich lateinamerikanische Rhythmen auf, die von sanften Saxophon-Linien umspielt werden. Über zehn Minuten reiht sich in „Soul Fever“ Idee an Idee, ohne dass das Stück dabei auseinanderfällt. Was andere Bands über ein ganzes Album verteilen, bündeln die Grazer in einer einzigen Komposition – mit dem Effekt, dass sie den Hörer nach deren Ende gleichermaßen beeindruckt, wie angenehm desorientiert zurücklässt.
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„Shred“ überzeugt mit einem herrlich verschrobenen Sound, der auf einem stoisch pulsierenden Rhythmus aufbaut, während die Komposition in alle erdenklichen Richtungen ausschert. Nu-Metal-Anleihen stehen dabei ebenso selbstverständlich neben jazzigen Einschüben, ohne den musikalischen Fluss zu stören. Auch „Breakout“, dessen markante Bassarbeit unweigerlich Erinnerungen an die RED HOT CHILI PEPPERS weckt oder das funkige „Silicon Carne“ unterstreichen abermals die stilistische Offenheit der Grazer.
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FAZIT: MODULA NATION gelingt mit „The Rift“ ein ebenso eigenwilliger wie beeindruckender Drahtseilakt zwischen Experimentierfreude und kompositorischer Kreativität. Von der ersten bis zur letzten Note besticht das Album durch Einfallsreichtum, Überraschungsmomente und hörbare Spielfreude und zählt daher zu den spannendsten Hörerlebnissen des Genres, die man derzeit entdecken kann.

Punkte: 14/15

Erschienen auf www.musikreviews.de am 08.08.2026

Tracklist

  1. Modula Radio: Guerrilla Nation
  2. The Rift
  3. Silicon Carne
  4. Headlights
  5. The Breakout
  6. Modula Radio
  7. Hyperphobia
  8. Shred
  9. I Won't Let Them
  10. Soul Fever

Besetzung

  • Bass

    Ricardo Paz

  • Gesang

    Heinz Wallner, Yanet Infazón

  • Gitarre

    Markus Steinbrück

  • Keys

    Ricardo Paz, Raphael Neikes, Andreas Haslacher

  • Schlagzeug

    Philipp Pluhar, Norbert Wallner

  • Sonstiges

    Milos Mitojevic (Saxophon)

Sonstiges

  • Label

    Tonzonen Records

  • Spieldauer

    41:51

  • Erscheinungsdatum

    24.07.2026

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