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Motus Tenebrae: In Sorrows Requiem

Stil: Gothic Doom Metal

Cover: Motus Tenebrae: In Sorrows Requiem

Zehn Jahre hat es gedauert, bis MOTUS TENEBRAE wieder Schwermut und Schwärze verbreiten. Mit „In Sorrows Requiem“ liegt nun endlich seit Mai dieses Jahres das sechste Studioalbum der Italiener vor.
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Darauf suhlen sich die Musiker in einer melancholischen Schwere zwischen Gothic- und Doom-Metal, die nicht selten an Bands wie TYPO O NEGATIVE erinnert. Gleichzeitig finden sich auch Spuren von PARADISE LOST in der Musik. Vor allem wenn die Gitarren metallischer riffen und sogar ein paar verhaltene Growls ertönen (u.a. in „The Dark Machine“).
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Stücke wie „Fragments“ erzählen von verschlepptem Weltverdruss, der kaum romantisch verklärt wird, wobei die Streicher und der zarte Frauengesang ein gewisse Nähe zum Gothic Genre erzeugen. Derweil kommt das tieftraurige Doom-Element kaum zu kurz (man höre nur mal die verzweifelten Schreie, die aus dem Hintergrund erschallen).
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Thematisch wie atmosphärisch gleitet „In Sorrows Requiem“ mit jedem Song mehr und mehr in Fatalismus und Verdruss ab. Dass im Titeltrack die Analogie zu einem einsamen Wanderer gezogen wird, passt ebenso gut zur Stimmung des gesamten Albums, wie sich der langsam ansteigende Verdruss dadurch teilweise erklärt.
Temperamentvolle Düsternis findet sich auch in Stücken wie „Pulvere Sacro“. Das Tempo wird angezogen und die Strophen weisen manch soundästhetische Parallele zu Bands wie THE SISTERS OF MERCY auf.
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Der Opener „Endless Buildings“ und das finale „End Begun“ bilden zudem eine stimmige Klammer Gothic-hafter Düsternis, die auch Dank des helleren Gesangs das angestrebte Drama vorwegnimmt, bzw. als passender Abschluss auf den Punkt bringt.
<br><center><iframe style="border: 0; width: 350px; height: 350px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=2914985705/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/minimal=true/track=3402657604/transparent=true/" seamless><a href="https://mykingdommusic.bandcamp.com/album/in-sorrows-requiem-2">In Sorrow&#39;s Requiem von MOTUS TENEBRAE</a></iframe></center></br>

FAZIT: MOTUS TENEBRAEs „In Sorrows Requiem“ erfindet Doom Metal mit düsterem Charakter sicher nicht neu. Aber die Italiener präsentieren sich als fähige Dunkelmusikanten, die emotionalen Schwermut treffend in Musik verpacken, ohne allzu prätentiös oder überzogen zu agieren.

Punkte: 10/15

Erschienen auf www.musikreviews.de am 29.07.2026

Tracklist

  1. Endless Buildings
  2. Solitude
  3. The Dark Machine
  4. Desolate Place
  5. Fragments
  6. In Sorrow's Requiem
  7. Pulvere Sacro
  8. Love Damned Of Dead
  9. Shelter Me
  10. End Begun

Besetzung

  • Bass

    Andreas Das Cox

  • Gesang

    Luis McFadden

  • Gitarre

    Daniel Cyranna, Luis McFadden

  • Keys

    Daniel Cyranna

  • Sonstiges

    Andreas Das Cox (Programmierungen)

Sonstiges

  • Label

    My Kingdom Music

  • Spieldauer

    45:38

  • Erscheinungsdatum

    08.05.2026

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