Italiens NEFASTIS liefern mit „Shadows At The Light Of Dawn“ ein vierteiliges Melodic-Death-Metal-Drama mit symphonischem Einschlag ab. Dabei treffen orchestrale Soundwände auf dezent angeproggte Keyboards und Highspeed-Gitarren, die nicht selten an WINTERSUN erinnern.
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Entgegen der Unterteilung in vier Akte, wirkt das Album aber kaum zerrissen. Stattdessen ist der Spannungsbogen schlüssig angelegt und folgt vom aufbrausenden Start mit Stücken wie „Spellbound“, über melancholische Filigranarbeit in „Tears of the Past“ (Bass und Orchester übernehmen eine entscheidende Rolle in den Motiven des Stücks), bis hin zu einer fast schunkeligen Nummer wie „Collapsing Dream“ einem erkennbar roten Faden.
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Instrumental zweifellos gut gemacht, wirkt die Kombination aus Hartmetall und Orchester-Drama aber doch etwas geziert. So gut die einzelnen Stücke instrumental klingen, so wenig gehen die Melodien oder die Inhalte ans Herz.
Gleichzeitig bleibt extravagante, kompositorische Großkotzigkeit im Stile von RHAPSODY oder WINTERSUN aus, wodurch NEFASTIS zwar aufhorchen lassen, aber letztendlich weniger nachhallen, als es anfangs den Anschein erweckt.
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FAZIT: „Shadows At The Light Of Dawn“ ist zweifellos ein instrumental ausgereiftes Album zwischen Melodic-Death-Metal und symphonischem Drama. Stellenweise verlaufen sich NEFASTIS' Kompositionen allerdings in sich selbst, bzw. wirken etwas zu gezwungen. Der Musik fehlt es ein wenig an der Seele, was letztendlich auch die Halbwertzeit der Scheibe schmälert.
Punkte: 9/15Erschienen auf www.musikreviews.de am 14.08.2026
Fulvio Manganini
Andrea Lenzi, Simone Colombo, Rehn Stillnight
Andrea Lenzi, Simone Colombo
Iacopo Hacken
Federico Pennazzato
Andrea Lenzi, Simone Campete (Orchester-Arrangements)
Rockshots Records
55:56
06.03.2026