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Normenkollision: Kranke Zeiten

Stil: Punkrock

Cover: Normenkollision: Kranke Zeiten

NORMENKOLLISION sind sowas wie der Gegenentwurf zu dem Bild, das sie in „Prollpunk“, dem Opener ihrer EP „Kranke Zeiten“ zeichnen. Hier gibt es kein 'Anti-Gehabe' um des Prinzips Willen. Hier gibt’s die schnelle und direkte Punkrock-Nummer.

„Kiezkneipe“ zeichnet Bilder von gemeinschaftlichem Suff zwischen Spaß und Eskalation. Wenn es sein muss, dann auch mal mit der blanken Faust. So kantig sich diese Attitüde zeigt, so direkt klingt die Musik dieser Magdeburger.

Mit vier Songs in unter einer Viertelstunde Spielzeit setzt der Vierer eher auf den Überraschungseffekt, nach dem Motto: 'schnell rein, schnell raus und Eindruck hinterlassen'. „Paranoia“ sollen schließlich eher die bekommen, die sich an der Musik aufregen (oder eben doch nicht).

Das Finale „Krieg“ setzt dementsprechend auch weniger auf großspurigen Pathos, als auf die harte Realität aufmerksam zu machen. Privatisierung vs. Menschlichkeit, Konzerngier vs. Armut. Diese Themen sind so banal bedrückend wie realitätsnah. Dass die Musik fordernd und unnachgiebig nach vorne prescht, unterstreicht die Dringlichkeit des Tracks umso mehr.

FAZIT: NORMENKOLLISION treffen mit „Kranke Zeiten“ den Nagel auf den Kopf und zeichnen ein verkommenes Bild der Jetzt-Zeit. Wie als Reaktion darauf bewahren sich die Magdeburger den Pöbel-Charakter des Punk umso mehr und singen ebenso von Kneipen-Chaos wie von (inter)nationaler Politik-Problematik.
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Punkte: 12/15

Erschienen auf www.musikreviews.de am 29.07.2026

Tracklist

  1. Prollpunk
  2. Kiezkneipe
  3. Paranoia (feat. Glimm)
  4. Krieg

Besetzung

Sonstiges

  • Label

    Smith & Miller Records

  • Spieldauer

    11:31

  • Erscheinungsdatum

    19.06.2026

© Musikreviews.de