Zurück

Reviews

Rob Harrison: Overflow

Stil: Progressive Rock, Avantgarde

Cover: Rob Harrison: Overflow

Der gute Rob kann's sich einfach nicht verkneifen, seinen heiß geliebten, unumstrittenen Frank raushängen zu lassen!
Erst also explodierte sein Kopf, nun fließt all das, was dabei herauskommt, über. Und immer und überall lächelt hierbei das kreative, gentlegigantische GONG-ZAPPA-Murmeltier aus dem Harrison-„Overflow“-Album. Ganz ähnlich eben, wie wir es bereits von <a href="http://www.musikreviews.de/reviews/2024/Rob-Harrison/Explode-My-Head/" target="_blank" rel="nofollow">dem begeisternden Vorgänger „Explode My Head“</a> kannten, der ähnlich wie „Overflow“ mit einem Cover gestaltet war, das deutlich an die ZAPPA-Knetfiguren von dessen Filmen erinnerte – und zu dem das britische 'Prog-Magazin' vor zwei Jahren feststellte: „Harrisons Debüt-Album kündigt einen neuen Star am schrägen, auf Hochtouren laufenden Prog-Himmel an... Wunderbar!“
<br><center><iframe width="560" height="315" src="https://www.youtube.com/embed/X4uMk831T6Y?si=03gxgHGnPRf_j2Ei" title="YouTube video player" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></center></br>

Doch nicht nur ein ZAPPA prägt die Musik hinter ROB HARRISON, genauso sind es die frühen GONG oder nunmehr auch GENTLE GIANT und VAN DER GRAAF GENERATOR sowie KING CRIMSON.
„Overflow“ ist eine kunterbunte Wundertüte bester Prog-Rock-Erinnerungen der komplexesten 70er-Jahre-Prog-'Extremisten', die längst zum 'Who Is Who' der kultigen Prog-Szene gelten, welche damals den Stil erst(malig) prägten und trotz aller noch so verrückter und komplexer Ideen salonfähig machten.
<br><center><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=3046756768/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/track=4293827031/transparent=true/" seamless><a href="https://robharrisonmusic.bandcamp.com/album/overflow">Overflow von Rob Harrison</a></iframe></center></br>

Genau hier setzt ROB HARRISON seinen Komponisten- und Musiker-Griffel an und schafft anno 2026 bereits zum zweiten Mal eine herrlich eigenständige, doch trotzdem von vielen Erinnerungen lebende Mixtur.
Da allerdings vieles so richtig verrückt sein und klingen muss, greift Multiinstrumentalis Harrison, der auch als Saxophonist bei <a href="http://www.musikreviews.de/reviews/2024/Z-Machine/Merging-Worlds/" target="_blank" rel="nofollow">den ebenso großartigen Z MACHINE</a> fungiert, auf die seltsamsten 'Instrumente' zurück, wie Wasser-Percussion und Glasflaschen, wobei im Mittelpunkt fast aller acht Stücke – die zu einem losen thematischen Konzept vereint wurden – das herrlich abwechslungsreiche Saxophonspiel des obersten Protagonisten steht, der zusätzlich noch von einem Schlagzeuger, einem Geiger, einem Harfe- und Xylophonisten sowie Glockenspieler unterstützt wird.
Das verspricht nicht nur Spannung. Bei ROB HARRISON garantiert es diese Spannung zugleich und macht „Overflow“ zu einem wild überfließenden Sturm (nicht etwa im Wasserglas, sondern) zwischen den heimischen Boxen. Ein Musikerlebnis par excellence!
<br><center><iframe style="border: 0; width: 350px; height: 350px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=3046756768/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/minimal=true/track=907377389/transparent=true/" seamless><a href="https://robharrisonmusic.bandcamp.com/album/overflow">Overflow von Rob Harrison</a></iframe></center></br>

FAZIT: ROB HARRISON lässt es musikalisch überfließen und dabei dem progressiven 70er-Prog-Fluss freien Lauf, dessen Quellen besonders aus GONG, KING CRIMSON, GENTLE GIANT und ZAPPA schöpfen. „Overflow“ schließt 'flüssig' an den ganz ähnlichen, großartigen Vorgänger „Explode My Head“ an, dessen ZAPPAeske Gemeinsamkeit bereits am Album-Cover zu entdecken waren und bei „Overflow“ erneut sind. Mit diesem Saxophonisten von Z MACHINE wird sicherlich jeder glücklich, dem besagte Bands samt deren komplexe, experimentelle Ausrichtung noch immer zusagen. Feine Nostalgie im besten Seventies-Prog-Modus.

Punkte: 13/15

Erschienen auf www.musikreviews.de am 30.07.2026

Tracklist

  1. Tributaries (09:35)
  2. Mariposa Falls (05:37)
  3. Bioluminescence (04:22)
  4. Upstream (03:26)
  5. Downstream (03:29)
  6. Pools of Glass (04:42)
  7. Azure Veins (04:50)
  8. Delirium (08:12)

Besetzung

  • Bass

    Rob Harrison

  • Gesang

    Rob Harrison

  • Gitarre

    Rob Harrison

  • Keys

    Rob Harrison

  • Schlagzeug

    Eliseo Salverri

  • Sonstiges

    Rob Harrison (Flöte, Saxophone, Percussion, Glasflaschen, Wasser), Julia from Who Knows Sound (Geige), Rhodri Davies (Harfe), Giordano Maselli (Glockenspiel), Oso G (Glockenspiel)

Sonstiges

  • Label

    Ragged Ocean Records/Just For Kicks

  • Spieldauer

    44:19

  • Erscheinungsdatum

    05.06.2026

© Musikreviews.de