Die Portugiesen von SARDONIC WITCHERY stellen dieses Jahr ihr fünftes Langeisen „Hell’s Thorns Attack“ zur Diskussion und obwohl der Bandname marginale War-Metal-Affinität vortäuscht, serviert das Duo thrashigen Black Metal mit einer gewissen Dreckspatz-Attitüde.
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Dabei gerät der Sound scharf, aber nicht zu sauber, wobei sich eine gewisse Nähe zu einer Band wie DESASTER nicht bestreiten lässt. Titel wie „Sabbath Of Sadistic Desire“ treten das Gaspedal voll durch und der Gesang lässt eine ungeschönt rohe Aggression erkennen, die auch artverwandten Truppen wie etwa DESTRÖYER 666 zueigen ist.
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Mit selbigen haben SARDONIC WITCHERY auch den unterschwelligen Hang zur unheilvollen Atmosphäre gemein. Was bei den Australiern aber mancher Einfluss aus dem traditionellen Heavy Metal ausmacht, wird hier dem dezenten, aber wirkungsvollen Einsatz von Grusel-Keyboards zuteil, der u.a. im infernalischen Brecher „Cult Of A Thousand Horns“ anklingt.
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Dass das Duo die Verschmelzung von Black Metal und Thrash Metal wohl kaum neu erfindet, ist auch kein Beinbruch, denn was nicht notwendig ist, muss auch nicht vollzogen werden. Daher darf sich der geneigte Hörer eher an der erbarmungslosen Energie der Musik erfreuen, denn von Ruhepausen halten SARDONIC WITCHERY wenig.
Das finale „Dark Moon Slaughter“ lässt aber deutlich mehr Harmonien im Gitarrenbereich zu, sodass sich eine unterschwellige Note klassischen Heavy Metals in das Stück einschleicht, die auch in dem Gitarrensolo hervorklingt.
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FAZIT: SARDONIC WITCHERY servieren mit „Hell’s Thorns Attack“ relativ klassisch anmutenden Black-Thrash, wobei sich das Duo auch kurzen Seitenblicken gen Heavy Metal nicht verwehrt. Um MANOWAR zu zitieren, hier geht’s 'laut und hart, stark und schnell' zur Sache.
Punkte: 11/15Erschienen auf www.musikreviews.de am 23.09.2026
G. Lucis Ruina
King Demogorgon
G. Lucis Ruina
King Demogorgon
Firecum Records
35:41
01.09.2026