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Sykofant: Red Sun Leaves

Stil: Progressive- und Psychedelic-Rock

Cover: Sykofant: Red Sun Leaves

<b>„Freut euch auf ein Aufeinandertreffen von Melodie, Dissonanz und furchtlosem Experimentieren.“</b> (SYKOFANT unter ihrer bandcamp-Seite)

Die norwegische Band SYKOFANT verspricht unter ihrer bandcamp-Seite tatsächlich nicht zu viel, wenn sie ihre progressiv-psychedelischen Rock-Ideen als ein furchtlos experimentierendes Aufeinandertreffen von Melodie und Dissonanz beschreiben. Da kommen einem gleich solche vorbildhaften Urgesteine wie die frühen PINK FLOYD oder MAN und RUSH in den Sinn. Also all das, was Freunde des Spätsechziger- und Frühsiebziger-Progressive/Psychedelic-Rocks in ihren Plattenschränken stehen haben.
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„Red Sun Leaves“ des Prog-Quartetts aus Oslo lässt sich daneben bestens einordnen.
Und ganz ehrlich: Ob von der Covergestaltung bis hin zur Musik und dem Sound lassen sich kaum Unterschiede erkennen, sodass bei der Behauptung, SYKOFANT wären eine bisher unentdeckte Band aus dieser Zeit, selbst nach mehreren Hördurchgängen diese 'Unwahrheit' wahrscheinlich nicht auffliegen würde. Denn was für den Deutschen in diesem Sinne seine floydianischen RPWL sind, darf für den Norweger sein floydianischer SYKOFANT sein.
Oder um es in den Worten der in den 2020-ern gegründeten Band unter ihrer Homepage zu beschreiben: „Was als spontane Jam-Session bis spät in die Nacht in einem Proberaum im Keller eines Hauses im Zentrum Oslos begann, entwickelte sich allmählich zu etwas viel Größerem: einer progressiven Rock-Odyssee, die sich über einen Zeitraum von drei bis vier Jahren entfaltete.“
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Klar, dass der Album-Opener „Ashes“ vom Titel und Text her die pure Prog-Psyche-Erinnerungskultur heraufbeschwört: „Beneath a shade of everlasting green / Mighty temples rise from ashes of red sea / Small creatures gather around...“
Na, kommt das nicht dem Einen oder der Anderen verdächtig bekannt vor?
Diese unüberhörbaren Einflüsse werden im neunminütigen Longtrack „Embers“ sogar noch deutlich gesteigert.
Nicht nur musikalisch, sondern auch textlich sind die floydianischen Parallelen unverkennbar. Nachlesbar in dem vierseitigen Booklet, das in dem psychedelisch gestalteten, aufklappbaren Digipak steckt.
<br><center><iframe style="border: 0; width: 350px; height: 350px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=941295764/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/minimal=true/track=3240752478/transparent=true/" seamless><a href="https://sykofantband.bandcamp.com/album/red-sun-leaves">Red Sun Leaves von Sykofant</a></iframe></center></br>

Ganz offensichtlich orientieren sich SYKOFANT nach <a href="http://www.musikreviews.de/reviews/2024/Sykofant/Sykofant/" target="_blank" rel="nofollow">ihrem 2024er-Album-Debüt</a> auf „Red Sun Leaves“ noch deutlicher an der psychedelischen Früh-Phase von PINK FLOYD, die dann bewusst auf den finalen 17-Minuten-Höhepunkt „Heart Of The Woods“ zusteuert und dabei deutlich „Echoes“-Referenzen und filmische „Obscured By Clouds“-Harmonien miteinander vereint. Hier gibt es einfach kein Halten mehr – für die Musiker wie für den Hörer, der garantiert bei all den geweckten Erinnerungen und der episch-verspielten, aus abwechselnd elektrifizierten und akustischen Breitseiten wieder tief in der musikalischen Vergangenheit schwelgen wird.
<br><center><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=941295764/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/track=3857088674/transparent=true/" seamless><a href="https://sykofantband.bandcamp.com/album/red-sun-leaves">Red Sun Leaves von Sykofant</a></iframe></center></br>

SYKOFANT geht es nicht darum, eine neue musikalische Expertise durch die Membranen hochwertiger Musikboxen zu drücken, sondern diese mit erinnerungswürdigen Sounds aus der Vergangenheit an ihre Stereo-überbordenden Grenzen zu bestücken. Getreu dem Motto: Erinnerst du dich noch?
Augen schließen und abheben!
„Red Sun Leaves“ wirkt wie ein Psyche-Trip zwischen akustischer Fragilität und elektrifizierter Space-Abgehobenheit, der sich im spannenden Wechselspiel aus komplexen Kompositionen berauschend wie eine kunterbunte Kräuter- und Pilz-Thearpie entfaltet.
<br><center><iframe style="border: 0; width: 350px; height: 350px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=941295764/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/minimal=true/track=501821801/transparent=true/" seamless><a href="https://sykofantband.bandcamp.com/album/red-sun-leaves">Red Sun Leaves von Sykofant</a></iframe></center></br>

FAZIT: Die norwegischen Prog-Rocker SYKOFANT laden uns mit „Red Sun Leaves“ auf eine wechselreiche wie unberechenbare Zeitreise tief in die musikalische Vintage-Vergangenheit ein, deren ganze Schönheit sich in psychedelischen, progressiven und space-rockenden Welten entfaltet, wobei deren Architektur auf der frühen 60/70er-Kreativität der wohl musikalischsten Architekturstudenten namens PINK FLOYD basiert.

Punkte: 12/15

Erschienen auf www.musikreviews.de am 26.08.2026

Tracklist

  1. Ashes
  2. Red Sun
  3. Embers
  4. Roots and Canopy
  5. Mycelium March
  6. Heart of the Woods

Besetzung

  • Bass

    Sindre Haugen

  • Gesang

    Emil Moen

  • Gitarre

    Emil Moen, Per Semb

  • Schlagzeug

    Melvin Treider

  • Sonstiges

    Per Semb, Sindre Haugen (Harmoniegesang), Mina Storrud, Marie Luren, Helga Tenold Fridtun, Jørgen Johan Stykket, Tormod Foldøy Hageberg

Sonstiges

  • Label

    Sycophantastic Records/Just For Kicks

  • Spieldauer

    45:31

  • Erscheinungsdatum

    24.07.2026

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